Sportgymnastik-WM: Die Stunde der russischen Zwillinge [mit Fotos]

Dina und Arina Averina, richtig hier Dina in der MItte, weil Siegerehrung Reifen :-); Foto: (c) Ulrich Faßbender, russland.NEWS

[von Roland Bathon] Nur echte Experten können in diesem Jahr die Hauptkonkurrentinnen um die Goldmedaillen bei der Sportgymnastik-WM im italienischen Pesaro einfach unterscheiden. Denn es handelt sich um die waschechten eineiigen Zwillige Dina und Arina Averina.

Einmal Gold für jeden Zwilling

Die beiden 19jährigen sind, wie es sich für Zwillinge gehört, absolut synchron in diesem Jahr auf dem Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere angekommen. Dina holte sich gleich zum Auftakt der laufenden Weltmeisterschaft Gold mit dem Reifen, Arina mit dem Ball – und das andere Schwesterherz war jeweils zweite mit einer knappen Silbermedaille. Sie zerstreuten damit die Befürchtungen manch russischer Fans, nach dem Karriereende gleich mehrerer Leistungsträgerinnen der letzten Jahre könnte es mit der Dominanz Russlands in diesem Sport vorbei sein – genau im richtigen Moment traten die Schwestern als neue Stars nach vorne ins Rampenlicht. Mit dem Reifen gab es übrigens Bronze für die Japanerin Minagawa, mit dem Ball für die Bulgarin Vladinova – es war der erste bulgarische Erfolg nach einer langen Durstrecke, obwohl der Sport dort ebenfalls eine große Tradition hat.

Wettkampfaufnahmen der Gewinnerinnen und Video-Classic

Die Weltmeisterschaft in Italien dauert noch bis zum 3. September und wir werden weiter berichten. Unten noch eine Reihe von sehr schönen Fotos vom Wettkampf von unserem Fotografen Ulrich Faßbender, der in Pesaro für Euch vor Ort ist. Auch unser letztes Video über die Averina-Zwillinge findet Ihr unter diesem Artikel.

 

Über den Autor

Roland Bathon
Geboren 1970 in Franken und dort seitdem wohnhaft, aber regelmäßig in Russland und mit familiären Banden dorthin. Zum Thema Russland bin ich ursprünglich über meine allgemeine Osteuropa- und Reiseleidenschaft in den 90er Jahren gekommen und habe in den folgenden Jahrzehnten das Land ausgiebig individual kennengelernt. Später habe ich auch mehrere Bücher über Russlandreisen und andere Russlandthemen mit verfasst, bis es mich Mitte des letzten Jahrzehnts mehr und mehr in die Richtung Film, vor allem den Schnitt verschlagen hat. Bei russland.RU seit 2007 zuständig zunächst für den Aufbau und bis heute die inhaltliche Schwerpunktsetzung von russland.TV. Bei Eigenproduktionen meist zuständig für den Schnitt und eine Art Schaltzentrale für viele wichtige Mitarbeiter und Kontakte.