Sowjetische Postkarten zur Oktoberrevolution Teil 1

Postkarte aus dem Jahr 1986

In der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober 1917 gab der Panzerkreuzer „Aurora“, der im damaligen Petrograd vor Anker lag, einen Schuss aus seiner Bordkanone ab. Dies war das Zeichen zur Erstürmung des Winterpalastes durch die Horden der Bolschewiken.

Was darauf folgte ist heute gemeinhin als Oktoberrevolution bekannt. Das Zarenreich war ab diesem Zeitpunkt Geschichte und die über 70 Jahre andauernde Herrschaft des Kommunismus zog in Russland ein.

Vieles hat sich seit damals verändert. Petrograd, das nach der Machtübernahme der Sowjets in Leningrad umbenannt wurde, heißt heute wieder St. Petersburg wie zur Zarenzeit, der Kanonenschuss der Aurora wird mittlerweile ins Reich der Legende verwiesen und ob sich der Sturm auf das Gebäude der heutigen Eremitage wirklich so heroisch abgespielt hat, sei dahin gestellt.

Geblieben sind sowjetische Erinnerungen, des in der einstigen UdSSR gefeierten Tages der Machtübernahme der Bolschewiki. So zum Beispiel in Form von Postkarten, von denen wir Ihnen hiermit den ersten Teil einer kleinen Serie präsentieren wollen. Schwelgen Sie mit, in Erinnerungen an ein Dreiviertel-Jahrhundert real existierenden Sozialismus.

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[mb/russland.NEWS]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.