Schwedische Bombenleger in St. Petersburg ausgebildet

Foto: TV-Screenshot
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Schwedische Nationalisten, die 2016/17 in Göteborg Bombenattentate verübten, durchliefen ein Kampftraining in Petersburg, schreibt Fontanka.ru. Zwei von drei festgenommenen Attentätern konnten auf Fotografien im Trainingslager der „Russischen imperialen Bewegung“ (RID) bei Petersburg identifiziert werden.

Das schwedische Gericht beschuldigt die drei Mitglieder der ultrarechten „Nordischen Widerstandsbewegung“ (NMR), drei Attentate verübt zu haben. Beim ersten Bombenanschlag auf das Gebäude einer linken Bewegung wurde niemand verletzt. Bei der zweiten Explosion im Januar 2017 in einem Flüchtlingszentrum wurde ein Mitarbeiter am Bein verletzt. Ein dritter Anschlag auf einem Zeltplatz, wo Flüchtlinge lebten, konnte wegen eines Defekts am Sprengsatz verhindert werden.

Laut den Recherchen der schwedischen Staatsanwaltschaft und Fontanka.ru sind die zwei Schweden auf den Bildern des Kampftrainings von 2016 in Petersburg klar ermittelt worden. Die Leitung der „Russischen imperialen Bewegung“ gab dazu widersprüchliche Kommentare. Man gab zwar zu, dass Ausländer am Training teilgenommen hätten, stritt aber ab, dass darunter Schweden waren. Die RID-Organisation hatte früher auch freiwillige russische Kämpfer auf ihren Einsatz im Donbass in der Ostukraine vorbereitet.

St. Petersburger Herold