Sanktionen senken Kauf- und Investitionslust in Russland

Die Twerskaja in Moskau ist dasselbe wie der Newski in St. Petersburg – beide sind normalerweise voller Autos und Menschen, Geschäft und Konsum florieren rund um die Uhr. In den vergangenen Monaten ist es jedoch deutlich stiller geworden an den Nobeladressen, und vermehrt sind leere Schaufenster mit dem unschönen Aushang “zu vermieten” zu sehn.

Der Anteil an freien Geschäftsräumen ist nach Angabe von Agenturen für Ladenimmobilien in Moskau an den besten Standorten gegenüber 2013 von 5 auf 8 Prozent gestiegen, und an den zweitbesten Verkaufsregionen von 10 auf 16 Prozent. Die Mietpreise haben gleichzeitig deutlich nachgegeben, an der Twerskaja beispielsweise um rund 10 Prozent. Eine ähnliche Dynamik ist in Petersburg zu beobachten.

Die Einführung und Verschärfung der gegenseitigen Wirtschaftssanktionen von Westeuropa und Russland haben gleichzeitig die Konsumlust der Bevölkerung und die Investionsfreudigkeit in- und ausländischer Firmen abflauen lassen. Das hat auch Folgen bei der Beschäftigungspolitik, und Fachleute erwarten ein Ansteigen der Arbeitslosenquote, die zwischen 2013 und 2014 noch von 7,5 auf 4,8 Prozent gesunken war.

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