Russland und Ukraine dürfen wieder zusammen Fußball spielen, wenn…

Bei den letzten Auslosungen zu den Spielen der Europa League war die UEFA peinlich darauf bedacht, die russischen und ukrainischen Mannschaften voneinander fernzuhalten. So musste Zenit, das als letzter russischer Verein noch im Wettbewerb ist, letzten Freitag bei der Festlegung der Viertelfinal-Paarungen in einen „Sonderkorb“, wobei Dnjepr und Dynamo Kiew aus dem Korb mit den potentiellen Gegnern entfernt wurden. Sollten beide Länder die Qualifikation zur EM 2016 schaffen, wird es aber keine „Sonderbehandlungen“ geben.

Es gebe keine Pläne, die Nationalmannschaften Russlands und der Ukraine bei der Auslosung der Finalrunde der Europameisterschaft in Frankreich getrennt zu behandeln, erklärte UEFA-Exekutivkomitee-Mitglied František Laurinec am Montag. „Sollten die Mannschaften die Qualifikation schaffen, sehe ich kein Problem dabei, dass sie in einer Gruppe spielen“, wird er von der Agentur „R-Sport“ zitiert.

Nach vier Begegnungen in der Qualifikation belegen beide Teams jeweils den dritten Platz in ihrer Gruppe. Automatisch qualifizieren sich die beiden ersten in jeder Gruppe und der beste Drittplatzierte aus allen Gruppen. Alle anderen Dritten gehen in die Relegation und spielen dort die letzten vier Plätze für die EM aus.

Wie es weitergeht mit der diesjährigen Europa-Liga, ist noch nicht klar, erklärte UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino: „Wir haben uns wegen der Halbfinals noch nicht entschieden; wir werden die Situation nach den Viertelfinals erörtern“, sagte er laut TASS. „Sollten eine russische und eine ukrainische Mannschaft ins Finale kommen, wird das Spiel ohne Einschränkungen stattfinden. Wir sind mit beiden Verbänden im Gespräch. Wir hoffen, dass russische und ukrainische Mannschaften in naher Zukunft gegeneinander spielen werden können.“

Zur Info: Zenit St. Petersburg trifft im Viertelfinale auf Sevilla aus Spanien; Dnjepr spielt gegen das belgische Brügge und Dynamo Kiew misst sich mit Fiorentina aus Italien.

[sb/russland.RU]