Russland / Nato: Tit for Tat

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[Florian Rötzer] Staaten und Regierungen scheinen im Spiel der Eskalation gefangen zu sein.

Die USA haben 3000 Soldaten mit schweren Waffen in die baltischen Staaten geschickt, um dort Manöver abzuhalten. Das ist eine klare Botschaft an Russland, wie auch US-General John O’Connor in Riga deutlich machte. Demonstriert werden soll, dass die US-Armee „sofortige Hilfe leisten kann und will“.

Muskelspiele scheinen mittlerweile zum guten Ton zu gehören. Deeskalierung ist offenbar weder in Washington noch in Moskau gefragt. Die EU ist zerrissen, die neuen Nato-Staaten im Osten und im Baltikum drängen meist auf Eskalation, weil sie eine russische Intervention wie auf der Krim und in der Ostukraine fürchten.

Derzeit herrscht das Prinzip Tit-for-Tat, aber in der Richtung auf Konfliktverschärfung. Obgleich sich in der Ostukraine der Waffenstillstand zu stabilisieren scheint, auch wenn beide Seiten diesen verletzen, ist man in Washington und in Moskau auf Krawallkurs.

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