Russland erklärt Bürgerkrieg in Syrien für beendet

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Anlässlich eines Besuchs der Internationalen Militär-Messe „Army 2017“ in Moskau traf sich der libanesische Verteidigungsminister Yaqub Sarraf mit seinem Amtskollegen aus Russland. Die Visite der libanesischen Delegation für die Reise nach Moskau seien potentielle Käufe aus russischer Fertigung gewesen, um die libanesische Armee aufzurüsten. Gleichzeitig erklärte Schoigu den syrischen Bürgerkrieg für beendet.

Wie der libanesische Verteidigungsminister mitteilte, habe die russische Rüstungsindustrie das einstige Niveau des sowjetischen Waffenbaus übertroffen. Sein Land strebe eine militärische Zusammenarbeit mit Russland an, um Unterstützung im Kampf gegen im Libanon ansässige Terrorgruppen zu erhalten, sagte Sarraf.

Nachdem Russland ohnehin bereits in der Nahost-Region präsent sei, könne er sich eine militärische Zusammenarbeit gut vorstellen. Ebenso sähe es Sarraf zweckmäßig, gemeinsame Militärübungen abzuhalten sowie bei der militärischen Ausbildung zusammenzuarbeiten.

„Wir hoffen auf ein Treffen mit Vertretern des russischen Außenministeriums. Darüber hinaus sind Termine mit den größten russischen Waffenherstellern vereinbart, die bei der Erhöhung der Schlagkraft unserer Armee helfen könnten“, sagte Sarraf in Moskau.

Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu indes erklärte, dass er den syrischen Bürgerkrieg als beendet sähe. Mit der erfolgten Feuerpause in der so genannten Deeskalationszone könnten die syrische Regierung und die Opposition nun gemeinsam gegen Terroristen vorgehen, sagte er laut dem russischen Verteidigungsministerium.

Seit dem Beginn einer Großoffensive ist es der syrischen Regierungsarmee gelungen, die Terrormiliz „Islamischer Staat“ vollständig in die Provinz Deir ez-Zor zurückzudrängen.

[mb/russland.NEWS]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.