Russland beliefert Indien mit Atomkraftwerken und Flüssiggas

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[Peter Mühlbauer] Der russische Staatspräsident Wladimir Putin hat bei seinem Staatsbesuch in Indien eine engere und „strategische“ Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Rüstung und Wissenschaft vereinbart.

In diesem Rahmen soll der russische Atomkonzern Rosatom mit staatlichen Krediten bis 2034 mindestens zwei neue Atomkraftwerke mit insgesamt wenigstens zwölf Energieblöcken errichten. Als Maximalkapazität gab Putin 25 Atommeiler an. Außerdem vereinbarten die beiden Länder, Technologie auszutauschen und in Drittländern zusammenzuarbeiten. Konkret könnten das beispielsweise um Ecuador oder Bolivien sein, wo ebenfalls Atomkraftwerke geplant werden.

Außerdem will Russland zwischen 2015 und 2025 hundert Millionen Tonnen Öl und zwischen 2017 und 2037 mindestens 2,5 Millionen Tonnen Flüssigerdgas nach Indien liefern (was in etwa 3,5 Milliarden Kubikmeter entspricht). Die Verträge dazu wurden allerdings schon vor längerer Zeit geschlossen. Dass man sie jetzt öffentlich präsentiert, dürfte nicht nur mit dem Staatsbesuch zusammenhängen, sondern auch damit, dass Putin nach dem (auf Druck aus Brüssel und Washington erfolgten) Stopp der South-Stream-Gasleitung nach Bulgarien vorletzte Woche ankündigte, russische Energieträger zukünftig stärker außerhalb der EU abzusetzen (vgl. Ende von South Stream).

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