Russische Opfer beim Attentat in Nizza bestätigt

Foto: Wikipedia/W. M. Connolley CC BY-SA 3.0Foto: Wikipedia/W. M. Connolley CC BY-SA 3.0
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Während das Generalkonsulat in Marseille noch die Informationen prüft, bestätigt das russische Außenministerium den Tod einer russischen Staatsbürgerin. Bei der Getöteten handelt es sich um eine Studentin der Finanzuniversität. Wie Sergei Sobjanin, der Bürgermeister der Stadt Moskau, mitteilte, sei die junge Frau Einwohnerin der Hauptstadt. Ihre Begleiterin sei mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, verlautete es aus Moskau.

Ebenfalls in einem Krankenhaus befindet sich eine 60-jährige Frau aus Russland. Von zwei weiteren russischen Staatsbürgern ist indes noch nichts bekannt geworden. Sie gelten weiterhin als vermisst. Jedoch teilte das Auswärtige Amt mit, dass das Generalkonsulat in Marseille in Kontakt mit Verwandten der Vermissten stünde. Ebenso sucht das Konsulat nach weiteren Bürgern Russlands, die möglicherweise von dem Anschlag betroffen seien.

Am Donnerstagabend wurden insgesamt 84 Menschen von einem LKW-Fahrer getötet, der absichtlich mit seinem Fahrzeug ungebremst bei hoher Geschwindigkeit in eine Menschenmenge gerast ist. Mindestens 50 weitere wurden schwer verletzt. Verübt hatte den Anschlag ein 31-jähriger Franko-Tunesier aus Nizza. Der Täter wurde niedergeschossen. Über Motive und eventuelle Hinterleute des Attentats ist des weiteren noch nichts bekannt.

[mb/russland.RU]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.