Rio 2016: Russlands nationaler Erfolg

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Alexander Schukow, der Präsident des Russischen Olympischen Komitees, schätzt die Leistung der Russen in Rio als positiv ein. Es sei ein „Auftritt gegen die Umstände“ gewesen, hieß sein Fazit am letzten Tag der Sommerspiele. Russland nimmt mit 19 Gold-, 18 Silber- und 19 Bronzemedaillen den vierten Rang in der Nationenwertung ein.

Von 280 Russen, die an den Spielen teilgenommen haben, haben 107 Medaillen gewonnen“, zitiert das Portal „R-Sport“ Schukow. „Praktisch in allen Sportarten haben sie um Medaillen gekämpft; wir haben in Rio einen sehr guten Mannschaftsgeist beobachten können, und das trotz allem Hin und Her. Manche bekamen erst im allerletzten Moment die Zulassung, alle haben alles gegeben. Ich würde den Auftritt als sehr erfolgreich einschätzen; es war ein Auftritt gegen die Umstände.“

Die sauberste Mannschaft von allen“

Schukow hebt den Erfolg der Handballfrauen besonders hervor: „Das war eines der emotionalsten Ereignisse, die Handballerinnen haben uns Freude gemacht, wie vor ihnen in London die Volleyballer. Das ganze Land hat für sie gefiebert.“ Andererseits habe es auch einige herbe Enttäuschungen gegeben. Schukow hebt besonders die Ruderer, die Kanu-Fahrer und die Turmspringer hervor.

Im Laufe der 16 Tage in Rio hätten russische Sportler 330 Doping-Proben abgegeben, so Schukow weiter. Alle seien negativ gewesen: „Wir haben hier die sauberste Mannschaft von allen. Sie stand unter einer so starken Kontrolle, dass man daran nicht zweifeln kann. Ich bin dem IOC sehr dankbar dafür, dass es die russischen Athleten zu den Olympischen Spielen zugelassen hat, und das trotz des kolossalen politischen Drucks.“ Offen bleibe aber die Teilnahme der russischen Paralympiker.

Mehr als Platz vier war nicht drin“

Sergej Tetjuchin, Kapitän der russischen Volleyballmänner, sagte am Sonntag gegenüber TASS, Russland hätte keine Chancen gehabt, bei der Medaillenausbeute mehr als den vierten Rang zu erreichen, selbst wenn die Leichtathleten, Gewichtheber, viele Ruderer und Radrennfahrer in Rio zugelassen worden wären.

Wenn die Leute jetzt sagen, dass das (die Probleme mit dem Doping) die Vorbereitung behindert hat, dann wollen diese Leute sich einfach nur verstecken“, so Tetjuchin. „Das ist nicht wahr, alle waren bereit. (…) Es war natürlich schade um die Leichtathleten und andere Sportarten und Athleten, die im letzten Augenblick nicht zugelassen wurden. Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist der vierte Platz Realität – höher hätten wir nicht kommen können.“

[sb/russland.NEWS]