Putin wünscht Castro gute Besserung – Russland gewährt Kuba Millionenkredite

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem kubanischen Staatschef Fidel Castro gute Besserung gewünscht. Die Glückwünsche übermittelte der russische Regierungschef Michail Fradkow, der zur Zeit zu einem Besuch in Kuba weilt.

Am Donnerstag traf sich Fradkow mit Castros Bruder Raul, dem der kubanische Staatschef Ende Juli wegen einer Darmoperation seine Amtsgeschäfte vorläufig übergeben hatte.

Russland räumt Kuba einen Staatskredit in Höhe von 355 Millionen US-Dollar ein, aus dem russische Warenlieferungen und Dienstleistungen finanziert werden sollen.

Ein entsprechendes Abkommen unterzeichnete der russische Regierungschef Michail Fradkow mit kubanischen Regierungsvertretern am Donnerstag in Havanna. Der Kredit wird zu einem Jahreszins von vier Prozent gewährt und hat eine Laufzeit von zehn Jahren, teilte Fradkow mit.

Vereinbarungsgemäß soll Kuba den Kredit bis 2008 in Anspruch nehmen. Aus diesem Geld sollen unter anderem die Modernisierung der kubanischen Energieanlagen und der Eisenbahn sowie die Lieferung von Navigationsanlagen finanziert werden.

Außerdem verständigten sich Russland und Kuba auf eine Umstrukturierung der kubanischen Schulden gegenüber Russland im Wert von 166 Millionen US-Dollar. Das Thema der kubanischen Schulden gegenüber der Ex-Sowjetunion kam bei dem heutigen Treffen nicht zur Sprache. Die Summe dieser Forderungen sei beträchtlich und werde bei weiteren Diskussionen zwischen Moskau und Havanna erörtert, sagte Fradkow, der zur Zeit zu einem Besuch in Kuba weilt.