Presseschau – Ein Blick in andere Zeitungen

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DIE WELT:  Sein Hausarrest ist noch keine zwei Tage aufgehoben, da stand der Kremlkritiker Alexej Nawalny bereits wieder vor Gericht. Er soll zu einer Demonstration der Opposition aufgerufen haben.

Gold.de:  Russland ist mit einem eigenen Interbanken Kommunikationssystem an den Start gegangen. Das soll das Land unabhängiger vom westlichen SWIFT System machen.

Pharmazeutische Zeitung:  Dem Arzneimittelhersteller Stada aus Bad Vilbel macht die Krise in Russland und Ost-Europa schwer zu schaffen. Die heute vom Konzern veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2014 verdeutlichen einen herben Gewinnverlust von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund dafür sind das schlechte und rückläufige Russlandgeschäft und der Verfall des Rubels.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Im vergangenen Dezember hat Russland 22 Milliarden Dollar seiner US-Staatsanleihen abgestoßen. China hingegen stieß US-Staatsanleihen in Höhe von 6,1 Milliarden Dollar ab. Beide Staaten schmieden seit geraumer Zeit eine Allianz gegen den Dollar als Weltwährung.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Der ehemalige Auslands-Geheimdienstchef Großbritanniens, Sir John Sawers, ist gegen eine westliche Bewaffnung der Ukraine. Diese würde dazu führen, dass Russland sich weiter bedroht fühlt und der Ukraine-Konflikt eskaliert. Dies könnte zum Krieg in ganz Europa führen.

DIE WELT:  Die deutschen Firmen verlieren dramatisch im Russlandgeschäft. Um knapp ein Fünftel brachen die Exporte im vergangenen Jahr ein. Und Experten fürchten, dass das erst der Anfang ist.

Die Presse.com:  US-Senatoren drängen Obama, Russland vom internationalen Zahlungsverkehr abzuschneiden. Nichts könnte Putin härter treffen. Was wären die Folgen? Ohne Swift wäre offen, ob Russland überhaupt noch Öl und Gas exportieren kann. Und viele EU-Staaten können unmöglich auf diesen Energielieferanten verzichten. So dürfte die schärfste aller Sanktionen auch in einem anderen Sinn die „Atomwaffenoption“ bleiben: als Drohung in einem neuen Kalten Krieg, im Gleichgewicht des Schreckens.

Sputnik:  Nach einem Gaslieferstopp für den Donbass durch Kiew wird die Region nun von Russland mit Gas versorgt. „Gas fließt jetzt problemlos auf das Territorium des Donbass“, teilte der Chef der selbst ernannten Republik Lugansk im Osten der Ukraine, Igor Plotnizki, am Donnerstag telefonisch aus Lugansk mit.

Goldreporter.de:  Russland war Ende 2014 mit nur noch 86 Milliarden Dollar in US-Staatsanleihen investiert. Alleine im Dezember stieß man 20 Prozent der Bestände ab. Die Russische Föderation hat im vergangenen Jahr US-Staatsanleihen im Umfang von 45,8 Milliarden US-Dollar abgestoßen.

World Socialist Web Site:  Nach der Niederlage von Debalzewe: USA verschärfen Drohungen gegen Russland. Der Rückzug der ukrainischen Truppen aus Debalzewe am Mittwoch war eine schwere Niederlage für das Kiewer Regime in seiner Militäroffensive gegen die prorussischen Separatisten im östlichen Donbass. Er war außerdem ein schwerer Schlag für die Politik der USA in Osteuropa.

Deutsch-Russische Wirtschaftsnachrichten:  Das russische Verteidigungsministerium hat in der Schweiz Klage gegen den deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall eingereicht. Der 1. stellvertretende russische Verteidigungsminister Arkadi Bachin sagte am Mittwoch vor der Presse in Moskau, das Ministerium mache gegen den deutschen Hersteller Vertragsstrafen geltend.

Spiegel-online:  Minsk II ist tot. Und nun? Waffenlieferungen? Mehr Sanktionen? Unsinn! Die Ukraine-Krise zeigt dem Westen die Grenzen seiner Macht. Wer Frieden will, muss Russland ein Angebot machen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Geopolitischer Schachzug: China zu einem Bail-out Russlands bereit.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Die Niederlage der ukrainischen Armee in Debalzewo war offenbar zwischen dem Westen und Russland abgesprochen. Der einstimmige Beschluss der von Russland vorgelegten UN-Resolution wurde nämlich zu einem Zeitpunkt gefasst, als der Fall der Stadt bereits klar war. Ob Debalzewo bereits in den Minsker Gesprächen den Rebellen zugesprochen worden ist, ist unklar.

n-tv:  Seit Mai 2014 ist Petro Poroschenko Präsident der Ukraine. Von seinen Geschäften mag er jedoch nicht ablassen. Auch wenn er das eigentlich versprochen hatte. Er sieht sein Land nicht nur mit den Separatisten in einem bewaffneten Konflikt, sondern auch mit Russland. Umso bemerkenswerter ist, dass er als Unternehmer dennoch viel Geld mit Geschäften in dem Nachbarland macht.