Presseschau – Ein Blick in andere Zeitungen

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F.A.Z.:  : Sie will mit weiteren Strafmaßnahmen gegen ukrainische Separatisten und russische Politiker warten. Scheitert die jüngste Friedensinitiative, sollen jedoch neue Sanktionen automatisch in Kraft treten.

Sputnik:  Der zypriotische Präsident Nikos Anastasiadis schließt nicht aus, dass Russland Militärstützpunkte auf der Insel überlassen werden könnten. Während seines Moskau-Besuchs am 8. Februar sagte er, dass ein entsprechendes offizielles Angebot bereits am 25. Februar unterbreitet werden könnte, schreibt die „RossijskajaGaseta“ am Montag.

Sputnik:  Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentrum hat die antiwestliche Stimmung in Russland ihren historischen Höhepunkt erreicht, schreibt die „Wedomosti“ am Montag.

Sputnik:  Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos tüftelt einem Zeitungsbericht zufolge daran, wie ihre ehrgeizigen Projekte billiger gemacht werden könnten. Möglicherweise verzichtet Russland vorerst auf die Entwicklung einer superschweren Rakete und eines Raumschiffs eigens für Mond-Missionen.

The Huffington Post:  Seine Sendung am gestrigen Sonntag eröffnete Günther Jauch mit grimmigen Worten: „Vielen ist gar nicht klar, dass wir Krieg in Europa haben“, sagte der Moderator im Hinblick auf die Krise in der Ukraine. „Welchen Preis müssen wir für den Frieden in der Ukraine zahlen?“, fragte der Moderator seine Gäste: Martin Schulz, SPD, Präsident des Europäischen Parlaments, Harald Kujat, NATO-General a.D. und ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr, John Kornblum, ehemaliger US-Botschafter in Berlin, Gabriele Krone-Schmalz, Journalistin und ehemalige Moskau-Korrespondentin. Hier die Positionen im Überblick:

Deutsche Welle:  Wladimir Putin ist der erste ranghohe Besucher in Ägypten seit Präsident Abdel Fattah al-Sisi sein Amt angetreten hat. Ägypten erhofft sich von seinem Freund Russland finanzielle und militärische Unterstützung.

n-tv:  Kapitalflucht, Inflation und eine schrumpfende Wirtschaft – Moskau fürchtet offenbar massive Schäden an einheimischen Unternehmen und spannt ein staatliches Fangnetz. Rund 200 Konzerne und Firmen stehen auf der Rettungsliste, darunter auch Rosneft und Gazprom.

DIE WELT:  Separatisten sind Kiews Armee haushoch überlegen.

Handelsblatt:  Erst kürzlich scheiterte ein geplanter Milliardendeal zwischen Wintershall und Gazprom. Die Kasseler Öl- und Gasgesellschaft will seine Aktivitäten mit Gazprom in Europa und Russland trotzdem fortführen.

Die Presse.com:  Konstantin Kosatschow, vormals Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses der Duma, weist westliche Vorwürfe zurück. „Russland mischt sich nicht militärisch in der Ukraine ein“.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Angela Merkels Treffen mit US-Präsident Barack Obama könnte darüber entscheiden, ob sich auf dem Territorium der Ukraine ein ähnliches Bürgerkriegs-Fiasko entwickelt wie in Syrien, dem Irak oder in Libyen. Obama will noch keine Waffen liefern. Ein amerikanischer Think Tank bestärkt den Präsidenten in seiner Linie, warnt vor einem Stellvertreter-Krieg gegen Russland, und liefert der Kanzlerin gute Argumente für ihre Washington-Reise.

The Huffington Post:  Krise zwischen Ukraine und Russland: Woran der Frieden bislang scheiterte.

Russia Beyond The Headlines:  Russlands Wirtschaft kriselt. Statt darauf zu setzen, dass der Rohölpreis wieder steigt, empfehlen russische Wirtschaftsexperten Reformen zur Stärkung des privaten Unternehmertums. Zudem schlagen sie vor, aus der enormen Landfläche Russlands Kapital zu schlagen.

Contra-Magazin:  Am 6. Februar veröffentlichte die österreichische Tageszeitung „Die Presse“ einen Gastkommentar des Schweizer Professors für Osteuropäische Geschichte, Andreas Kappeler. Darin kritisierte er die Haltung der österreichischen Politik in Sachen Ukraine-Konflikt und Sanktionen gegen Russland. Gerade als Historiker sollte er jedoch erkennen, welches Regime er da in Kiew unterstützt. Ein Contra von Marco Maier.

derStandart.de:  Die EU-Außenminister haben eine Ausweitung der Sanktionsliste gegen russische Personen und Firmen wegen einer Beteiligung an der Eskalation in der Ukraine beschlossen. Bevor sie in Kraft tritt, soll jedoch der „Friedensgipfel“ von Minsk abgewartet werden.

n-tv:  Die Industrieländer-Organisation OECD stuft Russland in der Risikokategorie hoch. Diese geänderte Bewertung hat Auswirkungen auf deutsche Firmen, die nach Russland exportieren. Sie müssen deutlich mehr für die staatliche Absicherung zahlen.