Presseschau – Ein Blick in andere Zeitungen

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Sputnik:  Moskau setzt sich wie bislang für die Aufnahme direkter Verhandlungen zwischen den Kiewer Behörden und der Volkswehr in Donezk und Lugansk ein. Wie Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz sagte, wird Moskau auch weiter auf die Wiederherstellung des Friedens in der Ukraine hinarbeiten.

Sputnik:  Russland und die EU haben die Festigkeitsprüfung nicht bestanden. Das erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die strategische Partnerschaft zwischen Russland und der Europäischen Union habe versagt, sagte er. „Auch das System der europäischen Sicherheit ist mit erheblichen Problemen konfrontiert, was die Ereignisse des vergangenen Jahres vor Augen geführt haben.“

Spiegel Online:  Kurz nach ihrem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin hat Angela Merkel nochmals deutlich gemacht, dass sie keine Konfrontation mit Russland will. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz sagte die Kanzlerin: „Wir wollen Sicherheit in Europa gemeinsam mit Russland gestalten, nicht gegen Russland.“ Niemand habe ein Interesse an einer neuen Spaltung Europas. Sie dämpfte aber die Erwartungen an rasche Fortschritte der deutsch-französischen Friedensinitiative für die Ostukraine.

Sputnik:  Der tschetschenische Republikchef Ramsan Kadyrow hat sich über die jüngste Erklärung von Georgiens Ex-Präsident Michail Saakaschwili lustig gemacht, wonach die Ukraine in der Lage ist, „ganz Russland“ zu erobern. „Über solche Worte kann man nur lachen“, schrieb Kadyrow am Samstag auf seiner Website. Zuvor hatte Saakaschwili dem ukrainischen TV-Sender 24 gesagt, die ukrainischen Militärs seien in der Lage, ganz Russland zu erobern. Das einzige, was den Streitkräften der Ukraine dabei im Wege stehe, seien veraltete Panzerabwehrwaffen

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  US-Vizeprasident Joe Biden hält die Verhandlungen von Angela Merkel und François Holllande für aussichtslos. Russland kämpfe in der Ukraine mit Panzern und sei nicht an einem Frieden interessiert. Die Nato fordert daher ein härteres Vorgehen gegen Russland.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  US-Vizepräsident Joe Biden droht Russland mit hohen wirtschaftlichen Kosten, wenn es sich nicht aus der Ostukraine zurückziehe. Er wirft Russland vor, die Rebellen direkt zu führen. Europa und die USA müssen als Einheit gegen Putin auftreten, so Biden.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Bundesaußenminister Steinmeier sieht in der Entwicklung in der Ukraine ein Wegscheide der Friedenspolitik in Europa. Interessant: Steinmeier verzichtet in seiner Analyse auf Schuldzuweisungen in Richtung Russland.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Russlands Präsident Putin ist gegen eine Weltordnung, bei der nur eine Supermacht das Sagen hat. Russland wolle jedoch gegen niemanden Krieg führen.

DIE WELT:  Der ukrainische Präsident hat den griechischen Premier aufgefordert, Druck auf Russland auszuüben. In Brüssel wird über US-Waffenhilfen an Kiew spekuliert, falls Verhandlungen mit Moskau scheitern.

Börse Online:  Die EU-Kommission will bei Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine über Gaslieferungen im Sommer 2015 eine vermittelnde Rolle übernehmen. „Ich denke, eine trilaterale Vereinbarung über die Lieferung von Gas für die Ukraine in diesem Jahr zu haben, wäre wünschenswert“, sagte der für die Energieunion zuständige Vizepräsident Maros Sefcovic am Freitag in Riga. Die EU sei von ukrainischer Seite um Vermittlung gebeten worden. „Wir sind dazu bereit“. Russland zeige sich bislang aber noch zurückhaltend. Die Energiediskussion sei zudem stark von der Situation in der Ostukraine beeinflusst.

WirtschaftsWoche:  Ford-Chef Mark Fields hält trotz anhaltend schwacher Zahlen an Investitionen in Russland fest. „Zwischen Ende 2014 und Ende 2015 werden wir sechs neue Modelle auf den Markt bringen“, sagte Fields im Interview mit der WirtschaftsWoche.

20min:  Oligarchen finanzierten den Bau der Olympia-Anlage in Sotschi. Die Investoren wollen ihre Bauten nun zum Ärger der Steuerzahler abstoßen.