Presseschau – ein Blick in andere Zeitungen

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Spiegel online:  Er brauche „eine starke Armee mit modernen Waffen“: Der ukrainische Präsident Poroschenko fordert mehr Hilfe von den Nato-Staaten. Doch in den USA scheint die Debatte über Waffenlieferungen vorerst entschieden zu sein.

Reuters:  Russlands Präsident Wladimir Putin hat den neuen griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras nach Moskau eingeladen.

Handelsblatt:  Die Lage in der Ostukraine macht den Konflikt zur Chefsache. Angela Merkel und Frankreichs Präsident Hollande reisen erst nach Kiew und einen Tag später nach Moskau. Sie wollen beiden Seiten einen Friedensplan vorlegen.

derStandart.at:  Die EU dringt einem deutschen Regierungspapier zufolge auf einen neuen Gasliefervertrag zwischen Russland und der Ukraine. Das Land brauche ein weiteres Sonderpaket mit günstigen Konditionen, um seinen Bedarf zu decken, heißt es im Protokoll eines Energietreffens der Mitgliedstaaten mit der Kommission, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

n-tv:  Wirtschaft fordert Milde gegenüber Russland. Die deutsche Wirtschaft sorgt sich um ihr Russland-Geschäft. Die Sanktionen des Westens kosteten auch in Deutschland Zehntausende Arbeitsplätze, klagen Unternehmensvertreter. Von der Politik verlangen sie mehr Einsatz für eine Beilegung der Ukrainekrise.

N24:  Die diplomatischen Bemühungen um eine Lösung des Ukraine-Konflikts laufen wieder auf Hochtouren. Für US-Außenminister John Kerry steht jedoch fest, wer schuld an der jüngsten Eskalation hat. US-Außenminister John Kerry hat Russland erneut eine aggressive Politik im Ukraine-Konflikt vorgeworfen. „Anders kann man das nicht nennen“, sagte Kerry bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Kiew.

Sputnik:  Ein Friede in Europa ist nicht möglich ohne oder gegen die Russische Föderation, so Stefan Schennach, SPÖ-Bundesrat und Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats. „Leider ist ein Vertrauensverlust hier, das muss man zur Kenntnis nehmen, aber wir dürfen niemals aufhören, den Dialog herbeizuführen, denn es gibt keine militärische Lösung“.

Sputnik:  Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht nach eigenen Worten aktuell für die baltischen Staaten wie auch für Polen, Bulgarien und Rumänien keine unmittelbare Bedrohung seitens Russlands.

Sputnik:  Mehr als 80 Prozent der Einwohner der Krim unterstützen laut einer Umfrage der Gesellschaft GfK Ukraine uneingeschränkt den Beitritt der Halbinsel zu Russland. „82 Prozent der Krim-Einwohner unterstützen den Betritt voll und ganz, elf Prozent sind eher dazu geneigt, vier Prozent haben sich gegen den Beitritt geäußert“, geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Gesellschaft hervor.

topagrar online:  Aus Sicht des russischen Landwirtschaftsministeriums ist das Land auf einem guten Weg, das selbstgesteckte Ziel einer höheren Selbstversorgung mit Fleisch zu verwirklichen. Gemäß der „Doktrin der ernährungspolitischen Sicherheit“ sollen bis zum Jahr 2020 mindestens 85 % des Bedarfs aus der heimischen Erzeugung stammen.

World Socialist Web Site:  Das heutige Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel wird ganz im Zeichen der Aggression des Militärbündnisses gegen Russland stehen und die Gefahr einer direkten militärischen Konfrontation mit der Atommacht weiter erhöhen.

Neue Rheinische Zeitung:  Krieg mit anderen Mitteln. Einflussreiche deutsche Außenpolitiker schlagen eine „Doppelstrategie“ im Machtkampf des Westens gegen Russland vor. Wie der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, erklärt, müsse der Westen zwar auch in Zukunft eine „Position der Stärke“ demonstrieren. Da es aber gegenwärtig offenbar nicht gelinge, Moskau mit einer Politik reiner Konfrontation niederzuringen, müsse man eine neue Phase der Einbindung Russlands einleiten.