Presseschau – Ein Blick in andere Zeitungen

stol.it:  Ford befürchtet dieses Jahr anhaltende Probleme im russischen Markt. „2015 sieht nicht gut aus“, sagte Finanzvorstand Bob Shanks dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe) laut Vorausbericht.

Manager-Magazin:  Der schwache Rubel und die Wirtschaftskrise in Russland werden für deutsche Konzerne zum Problem. Metro rechnet mit dreistelligen Millioneneinbußen, der Versandhändler Otto verliert bereits Geld. Zu allem Überfluss senkt Moskau seine Wirtschaftsprognose jetzt drastisch.

DIE WELT:  Der niedrige Ölpreis und die westlichen Sanktionen in der Ukraine-Krise setzen die russische Wirtschaft weiter massiv unter Druck. Für 2015 erwartet die Regierung in Moskau einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um drei Prozent. Bisher war Russland von einem Minus von 0,8 Prozent ausgegangen. Eine nüchterne Bestandsaufnahme.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  In der Ost-Ukraine tobt in der Stadt Debalzewo eine Kessel-Schlacht. Die Rebellen haben ukrainische Soldaten umzingelt. Einen Ausweg gibt es nicht. Debalzewo verbindet zwei Rebellen-Gebiete und ist wichtig für den Güterverkehr aus Russland.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Christian Wehrschütz vom ORF hat die Entwicklung in der Ost-Ukraine von Anfang an in der Region beobachtet. Er glaubt, dass es zu einem Kampf um Mariupol kommen werde. Die von den Rebellen ausgerufene Volksrepublik Donzek brauche den strategisch wichtigen Hafen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Das Treffen der Kontaktgruppe in Minsk zur Ukraine-Krise wurde abgebrochen. Die Verhandlungsführer der ukrainischen Regierung und der Rebellen bezichtigen sich gegenseitig der Sabotage der Friedens-Gespräche.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Die ukrainische Regierung sagt, dass Russland die Rebellen mit High-Tech-Waffen ausgerüstet habe. Diese seien der regulären Armee überlegen. Deshalb fordert Kiew vom Westen direkte Militär-Hilfen. Weiteres Kopfzerbrechen bereitet der Regierung die steigende Anzahl an Deserteuren.

Sputnik:  Vizepremier Igor Schuwalow hofft, dass Russland unter dem Vorwand der Ukraine-Krise nicht vom internationalen Banken-Netzwerk Swift abgeklemmt wird. „Ich hoffe, dass es nicht dazu kommen wird. Aber selbst wenn Russland von Swift abgeschaltet würde, würde es sich dem Druck des Westens nicht beugen. „Wir lassen uns nicht zu den Schritten zwingen, die sich unsere westlichen Partner von uns wünschen. Es ist nicht möglich, uns mit Gewalt und Druck zu etwas zu zwingen.“

Sputnik:  Eine eventuelle Abschaltung Russlands vom internationalen Zahlungssystem SWIFT würde die Wirtschaften aller Länder treffen. Darauf wies die Regierungschefin Lettlands, Laimdota Straujuma, am Donnerstag in Riga hin.

Sputnik:  Eine russische Proton-M-Rakete mit dem britischen Kommunikationssatelliten Inmarsat 5F-2 ist am Sonntag vom Weltraumbahnhof Baikonur erfolgreich ins All gestartet. Wie die Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, soll der Satellit am 7. Februar seinen Zielorbit erreichen.

stern.de:  Die neue griechische Regierung hat ihre Kritik an der Russland-Politik der Europäischen Union bekräftigt. Die EU müsse „endlich überlegen, wie sie auf langfristiger Basis mit Russland umgehen will“, anstatt stets auf „moralisch korrekte, aber krampfhafte Weise“ zu reagieren, sagte Außenminister Nikos Kotzias der Nachrichtenagentur ANA.

Reuters:  Die Folgen der Ukraine-Krise und der Sanktionen des Westens machen den Autobauern in Russland immer stärker zu schaffen. Die Opel-Mutter General Motors legt für zwei Monate die Produktion in dem Land still, weil der Absatz dort rasant schrumpft und die schwache Landeswährung Rubel die Erlöse schmälert. GM hält daher die Bänder im Werk in St. Petersburg von Mitte März bis Mitte Mai an und schickt etwa 1000 Mitarbeiter vorübergehend nach Hause, wie ein Sprecher am Freitag sagte. Zudem erhöht der US-Konzern die Preise. Auch der US-Rivale Ford und Volkswagen leiden unter …

Sputnik:  Großbritannien hat in der jüngsten Sitzung der EU-Außenminister mit Veto gegen UN-Beschlüsse gedroht, sollten diese keine neuen Sanktionen gegen Russland enthalten. Das teilte ein ranghoher Diplomat, der anonym bleiben wollte, am Freitag RIA Novosti in Athen mit.

finanznachrichten.de:  Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, hat den Zwischenfall mit russischen Bombern über dem Ärmelkanal als Machtdemonstration bezeichnet. „Das russische Militär will zeigen: Wir sind wieder wer!“, sagte Kujat der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Gerade nach dem Spott von US-Präsident Barack Obama über Russland als „Regionalmacht“ zeige der Einsatz von atomwaffenfähigen strategischen Bombern für derartige „kalkulierten Regelverletzungen“ eindeutig das Bedürfnis Russlands, als Macht auf gleicher Augenhöhe behandelt zu werden.

nachrichten.at:  Russland-Sanktionen torpedieren internationale Studienprogramme.

n24:  In der Moskauer Akademie der Wissenschaften hat es gebrannt. Der Direktor des Hauses bezeichnete das Feuer in der Bibliothek als „eine Art Tschernobyl“. 15 Prozent des Bestandes seien beschädigt.

europeonline-magazin.eu:  Gegen den Protest der Ukraine hat Russland den mittlerweile zwölften Lastwagenkonvoi in das Kriegsgebiet Donbass geschickt. Etwa 170 Fahrzeuge überquerten am Samstag der Agentur Interfax zufolge die Grenze und trafen in den Separatistenhochburgen Donezk und Lugansk ein. Die Lastwagen hätten rund 1500 Tonnen Hilfsgüter geladen, sagte ein Sprecher des Zivilschutzministeriums in Moskau. Er machte eine Wirtschaftsblockade der ukrainischen Führung für die schwere humanitäre Lage in der Unruheregion verantwortlich.

Sputnik:  Die angekündigte Mobilmachung in der Ukraine ist zwar im Gange, viele Ukrainer sind aber laut der polnischen Zeitung „Polska Niepodlegla“ bemüht, dem Wehrdienst auf verschiedenen Wegen zu entgehen. „Viele flüchten ins Ausland, andere verweisen auf ihre religiöse Überzeugung als Grund für die Verweigerung. In einem Dorf haben sich alle jungen Männer in einen Bus gesetzt und sind … nach Russland gefahren“, schreibt das Blatt.