Presseschau – Ein Blick in andere Zeitungen

t-online.de:  Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Russlands abgestuft. Die Bonität des Landes werde nur noch mit „BBB-“ bewertet, teilte die New Yorker Agentur mit.

Blauer Bote Magazin:  Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hatte in einem aufgezeichneten Interview in den Tagesthemen mit Pinar Atalay (ARD) vom 7.1.2015 von einem Angriff der Sowjetunion auf Nazi-Deutschland und die Ukraine (damals Teil der Sowjetunion!) im II. Weltkrieg gesprochen und damit ganz klar heutige Nazipropaganda geäußert und rechtsradikale Geschichtsfälschung begangen. Allerdings wird dies in den deutschen Medien eigentlich überhaupt nicht thematisiert. Es finden sich nur Beiträge in eher kritischen Onlinemagazinen sowie ein kleiner Beitrag dazu im Spiegel, allerdings etwas verklausuliert in der Satireabteilung!

Bundeszentrale für Politische Bildung:  Analyse: Stepan Banderas Nachleben wird gefeiert. Dieser Artikel wirft einen Blick auf das Gedenken an den nationalistischen Anführer Stepan Bandera (1909–1959) seit der ukrainischen Unabhängigkeit. Er untersucht Bandera gewidmete Denkmäler, Tafeln, Museen und Straßen sowie andere Formen des Gedenkens in der gesamten Ukraine. Zudem behandelt er die Kontroversen um das Gedenken und dessen Politisierung.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Putin gegen Soros: Russland greift nach EU-Milliarden für die Ukraine. Nur wenige Tage, nachdem Angela Merkel den Weg für einen 1,8 Milliarden Euro Kredit aus EU-Steuergeldernfür Arseni „Jaz“ Jazenjuk freigemacht hat, lanciert Russland sein Interesse an dem Geld: Moskau erwägt, einen Kredit an Kiew fällig zustellen. Russland will mit dem Schachzug vor allem dem Spekulanten George Soros in die Parade fahren.

FinanzNachrichten.de:  Deutsche Mittelständler erhalten für Lieferungen nach Russland kaum noch Kreditversicherungen: Vielen der Versicherer, die einspringen, wenn ein Kunde seine Rechnung nicht bezahlt, ist das Ausfallrisiko in Russland zu groß geworden.

KleineZeitung:  Export: Handel mit Russland bricht weiter ein. Die Ausfuhren an Österreichs viertwichtigsten Handelspartner außerhalb der EU sanken 2014 in den ersten zehn Monaten um 7,7 Prozent. Die Importe sackten laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria gar um 20,8 Prozent ab.

Berliner Morgenpost:  Russland-Krise führt zu Besucherschwund in Dresdner Museen. Der Rückgang machte sich vor allem in den besonders bei Russen beliebten Museen bemerkbar: Gemäldegalerie Alte Meister und Grünes Gewölbe. „Die Ukraine-Krise sowie die in deren Folge entstandene Schwäche des Rubels hat gerade diejenigen getroffen, die als Tagesgäste vornehmlich mit Bussen nach Dresden kamen“, erklärte Burghardt. Die Gruppe sei zwar noch immer die weitaus größte unter den ausländischen Gästen, 2014 aber waren es mit 202 000 rund 41 000 weniger als im Vorjahr.

Tiroler Tageszeitung:  Bisher 20 Prozent weniger russische Fluggäste in Innsbruck. Ursprünglich habe man „größere Einbrüche“ befürchtet, sagte Flughafen-Direktor Marco Pernetta. Auch in Ischgl wird ein leichter Rückgang erwartet.

Topagraronline:  Brasiliens Schweinefleisch-Export Richtung Russland boomt. Die Ausfuhr von Schweinefleisch aus Brasilien nach Russland hat in den vergangenen Monaten rasant zugenommen. Laut Daten der brasilianischen Vereinigung Tierisches Protein (ABPA) übertrafen die Liefermengen seit September das jeweilige Vorjahresniveau um mehr als das Doppelte.

Ariva.de:  Raiffeisen Bank in Wien bekommt Russland-Sanktionen zu spüren. Ihre ganz besonderen Gründe für ein Ende der EU-Sanktionen gegen Russland dürfte auch die Raiffeisen Bank International haben. Das in Osteuropa stark engagierte österreichische Institut muss Wertberichtigungen vornehmen, nachdem ihre russische Tochter ZAO, die bisher eine wichtige Ertragsbringerin war, deutlich weniger Gewinne einfährt.

Handelsblatt:  Starker Rückgang von Exporten nach Russland. Der Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft erwartet einen Rückgang der deutschen Exporte nach Russland um 20 Prozent. Die westlichen Sanktionen gefährden demnach Tausende Arbeitsplätze in Deutschland.

Industrie Magazin:  Ölpreis trifft Russland härter als westliche Sanktionen. Der Russland-Beauftragte der deutschen Regierung, Gernot Erler, hat die Geschlossenheit innerhalb der schwarz-roten Koalition und der EU in der Frage der Sanktionen betont.

Sputnik:  Nato-Chef Jens Stoltenberg sieht Russland als Verbündeten im Anti-Terror-Kampf und setzt sich für eine Förderung der Kooperation zwischen der Allianz und Moskau in diesem Bereich ein.

derStandard.at:  Russland schottet sich gegen Migranten ab. Der Erhalt einer Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis ist für GUS-Bürger deutlich schwieriger geworden. Nun droht Millionen Gastarbeitern die Ausweisung.