Presseschau – Ein Blick in andere Zeitungen

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Russland-Krise: Deutschland zahlt weltweit den höchsten Preis. Der Leiter der Kapitalmarkt-Analyseabteilung der Baader Bank, Robert Halver, sagt, dass die Währungsreserven Russlands drastisch zurückgehen. Die russische Krise werde kein Land der Welt so stark treffen wie Deutschland. Denn Russland hat in den vergangenen Jahren viele Probleme kompensiert, die der deutschen Wirtschaft aus der Euro-Krise erwachsen sind.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Gegen den Dollar: China erlaubt Währungs-Swap mit Rubel. Im Währungskrieg mit den USA hilft China der schwachen russischen Währung auf die Sprünge und versetzt dem US-Dollar einen weiteren Schlag. Ab Montag gelten neue Regeln zum Währungstausch zwischen Yuan und Rubel. Langfristig besteht die Möglichkeit, dass Russland und China eine gemeinsame Währung einführen, um den Dollar signifikant zu schwächen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Güter- und Reisezüge eingestellt: Ukraine verschärft Blockade der Krim. Die Ukraine verschärft die wirtschaftliche Blockade der Krim: Ab Freitag wird der Güterverkehr eingestellt, ab Montag werden schrittweise auch alle Personenzüge gestoppt. Die Kontaktgruppe von Minsk konnte sich vorerst nur auf einen Gefangenenaustausch verständigen. Russlands Präsident Putin hat die NATO nun auch offiziell zu einer Bedrohung ernannt.

Deutsch-Russische Wirtschaftsnachrichten:  Krim: Verstieß Chruschtschow gegen Verfassung? Die Vorsitzende des russischen Föderationsrats, Walentina Matwijenko, hat vorgeschlagen, den Beschluss des Politbüros zur Übergabe der Krim an die Ukraine im Jahr 1954 für illegitim zu erklären, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Dienstag.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Ukraine: Rebellen und Russland fordern von Kiew Ende der Wirtschafts-Blockade. Beim Treffen der Minsker Kontaktgruppe gab es am Mittwoch keinen Durchbruch. Die Rebellen und Russland fordern ein Ende der Blockade der Wirtschaft im Osten durch die Regierung in Kiew. Menschenrechtsgruppen sprechen von verheerenden humanitären Zuständen. Auch die OSZE sieht in humanitären Maßnahmen die oberste Priorität.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Blackout: Ukraine schaltet der Krim den Strom ab. Die Ukraine hat die Stromversorgung der Krim vorübergehend gestoppt. Die Bewohner der Halbinsel sollen mehr Strom verbraucht haben, als für sie vorgesehen war. In den vergangenen Wochen ist es immer wieder zu Stromausfällen in der Ukraine gekommen.

Handelsblatt:  Visa stellt Geschäfte auf Krim ein. Der Kreditkarten-Anbieter Visa reagiert auf die verschärften US-Sanktionen gegen Russland: Auf der Halbinsel Krim werden die Geschäfte eingestellt. Auch Mastercard will Berichten nach bald ähnliche Schritte einleiten.

Zeit Online:  NATO sieht sich nicht als Gefahr für Russland. Die NATO hat nach der Überarbeitung der russischen Militärdoktrin darauf hingewiesen, dass sie sich nicht als Bedrohung sieht. Man stelle weder für Russland noch für irgendeine andere Nation eine Gefahr dar, sagte eine NATO-Sprecherin. Es sei vielmehr Russlands Handeln etwa in der Ukraine, das Völkerrecht breche und die Sicherheit Europas infrage stelle.

The European:  Russland eine zweite Chance geben. Russlands Zukunft kann nur in Europa liegen. Deshalb bleiben uns jetzt genau zwei Möglichkeiten.

stol.it:  Russland führt zum Februar Exportzoll für Getreide ein. Statt eines Exportverbots treibt Moskau für jede ausgeführte Tonne Getreide mindestens 35 Euro an Zollabgaben ein, um angesichts des Rubelverfalls die Versorgung im Land zu sichern. Die Abgabe wurde am Donnerstagabend per Dekret beschlossen, sie wird zum Februar für fünf Monate eingeführt.

Frankfurter Allgemeine:  Lawrow wirft dem Westen Rechtsbruch vor. Der russische Außenminister Lawrow kritisiert den Westen abermals heftig: Die Ermittlungen zum MH17-Absturz seien einseitig, die Sanktionen sollten Russland schaden, und Amerika handele nach dem Prinzip „Ich mache, was ich will“.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Stützung für den Rubel: Spekulation um russische Gold-Verkäufe. Die russische Notenbank hat im Zuge der Rubel-Krise Teile ihrer Goldreserven verkauft, um den Rubel zu stützen. Auch die Devisenreserven sind deutlich geschrumpft. Die Inflation ist über 10 Prozent gestiegen.

Spiegel Online:  Neue Raumfahrtallianz: Russland und China gegen den Rest der Welt. Zwischen Moskau und Peking bahnt sich eine Raumfahrt-Allianz an. Treibende Kraft sind die Russen. Sie wollen nicht zuletzt die fatalen Folgen der westlichen Sanktionen kompensieren.

Stimme Russlands:  Schmidt an Kohl: Ohne Einbeziehung Russlands keine stabile europäische Sicherheitsordnung. Am 4. Dezember hat die in Hamburg erscheinende Wochenzeitung „Die Zeit“ einen Brief veröffentlicht, den Helmut Schmidt an Helmut Kohl geschrieben hat. Der Anlass für das Schreiben zwischen den beiden Altbundeskanzlern war das jüngst erschienene Buch von Helmut Kohl mit dem Titel „Aus Sorge um Europa“.

Radio Utopie:  Singapur: Russland-Sanktionen völkerrechtswidrig. Der russische Botschafter in Singapur, Leonid Moiseyev erklärte gegenüber Itar-Tass, dass der Stadtstaat trotz starken Drucks aus den Vereinigten Staaten und engen Beziehungen zu den U.S.A. sich nicht an den westlichen Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine beteiligt.

Focus online:  Russland gibt Welt-Anti-Doping-Agentur 3000 Proben. Die russischen Behörden bewegen sich: Nach dem durch einen Fernsehbericht ausgelösten Skandal um systematisches Doping soll die Wada zur Aufklärung beitragen. Der zuständige Minister verweist aber auch auf die Verantwortung anderer Länder.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Russland-Krise erfasst Weißrussland: Regierungschef gefeuert. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat überraschend seinen Regierungschef und die Chefin der Zentralbank gefeuert. Das Land ist wirtschaftlich von Russland abhängig und kämpft offenkundig gegen die Ansteckung durch die Rubel-Krise.

Focus Online:  Russland: Minister fordert Normalisierung des Zinsniveaus. Nach der drastischen Anhebung des russischen Leitzinses im Kampf gegen den Rubelverfall hat Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew eine Normalisierung des Zinsniveaus gefordert.

Handelsblatt:  Russland liefert Kohle ohne Vorkasse an die Ukraine. Eine „Demonstration des guten Willens“ soll es sein: Nach eigenen Angaben liefert Russland Kohle, Gas und Strom ohne Vorkasse an die Ukraine. Das knapp vor dem Staatsbankrott stehende Land braucht die Energie dringend.