Presseschau – Ein Blick in andere Zeitungen

image_pdfimage_print

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, hat sich klar hinter die Russland-Sanktionen der EU und die Politik der Bundesregierung gegenüber Moskau gestellt. Abgesehen von einzelnen Unternehmen wird die deutsche Wirtschaft nach Ansicht des BDI-Chefs mit den Belastungen durch die Sanktionen fertig. „Unser Export nach Russland beträgt drei Prozent. Einzelne Unternehmen leiden stark, insgesamt müssen wir das hinnehmen“, meldet dts-Nachrichtenagentur.

Die Krise in der Ukraine ist eines der bedeutendsten Ereignisse nicht nur in der heutigen Weltpolitik. Es ist aber auch eine Krise, die verhängnisvolle Folgen für die Zukunft Europas und der Welt haben könnte, schreibt Marko Jošilo auf buergerstimme.com. Seit Monaten konnten wir die dramatischen Ereignisse in der Ukraine beobachten, die sich nicht nur auf der lokalen Ebene abspielten, sondern bekamen ihren Platz auf der internationalen Szene. Das Ziel war es, dieses größte europäische Land von Russland zu trennen und an den Westen zu binden, vor allem für die Interessen der USA und der NATO. Was man allerdings wenig weiß, ist die Beteiligung anderer EU-Staaten bei dem Projekt „Ukraine im Westen“. Es handelt sich dabei vor allem um Polen, das als der pro-amerikanischer Spieler in der EU bekannt ist.

Russland hat Vorwürfe zurückgewiesen, ein russisches Kampfflugzeug sei am Freitag über Schweden fast mit einem Passagierflugzeug kollidiert. Der Abstand zu der Passagiermaschine aus Kopenhagen habe mehr als 70 Kilometer betragen, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Tass. Es habe daher keine Gefahr einer Kollision im internationalen Luftraum über der Ostsee bestanden, meldet zeit.de.

Laut wochenblatt.de hat der estnische Verteidigungsminister Sven Mikser die Nato-Staaten vor dem Hintergrund des Konfliktes mit Russland aufgefordert, Raketensysteme in seinem Land zu stationieren.

Bundeskanzlerin Merkel hat sich für gute und partnerschaftliche Beziehungen zwischen der EU und Russland ausgesprochen. Deshalb sei der Gedanke gut, mit der Eurasischen Union über Handelsfragen zu sprechen – damit klar wird: Die Assoziierungsabkommen mit der Ukraine, mit Georgien, mit Moldawien sind nicht gegen Russland gerichtet, sondern es geht um eine engere Verknüpfung der Wirtschaftsräume, sagte Merkel laut unternehmen-heute.de.

Acht große russische Kredithäuser werden kommenden Montag (15.12.14) beginnen, das neue russische Nationale Zahlungssystem zu testen. Das Pilotprojekt ist der erste Schritt, Russlands Finanzsystem unabhängiger vom US-Dollar zu machen. Unter den acht teilnehmenden Banken sind auch Russlands Rossiya und SMP Banken, die von westlichen Sanktionen betroffen sind, berichtet Globalresearch unter Berufung auf russische Fernsehberichte. „Das sind ziemlich große Banken“, sagte der Chef des russischen Nationalen Zahlungssystem, Vladimir Komlev, dem Bericht nach.
Dem Dollar „den Laufpass geben“, schreibt gold.de.