Presseschau Ein Blick in andere Zeitungen

Der SPD-Politiker Egon Bahr sieht die Sanktionen des Westens gegen Russland kritisch. „Die Wirtschaft wird ihre Interessen nicht auf dem Altar der Politik opfern“, sagte Bahr in einem Interview der Tageszeitung „Neues Deutschland“ (Samstagsausgabe). Nach Überzeugung des einstigen engen Vertrauten von Willy Brandt wolle Russlands Präsident Putin „die Ukraine gar nicht haben“, meldet epochtimes.de.

Die Deutsche Welle meldet, Vorerst keine neuen Sanktionen gegen Russland. Der Ukraine-Konflikt hat wie kein anderes Thema den G20-Gipfel überschattet. Auch in stundenlangen Gesprächen gab es keine Bewegung zwischen Russland und dem Westen. Neue Sanktionen werden erst einmal nicht beschlossen.

Die sogenannten Qualitätsmedien – durchweg als Zeitungen gemeint – sind in Deutschland nahezu alle auch jene, die im Hauptstrom der schrecklichen political correctness mitschwimmen. Es schmerzt mich, dass zu ihnen auch die FAZ gehört, zum Beispiel in Sachen Ukraine, Russland, Putin-Bashing, Flug MH17, Sanktionen … Gegenstimmen immerhin lässt sie in einigen Leserbriefen zu Wort kommen oder in den Rubriken „Fremde Feder“ und „Standpunkt“. Nun aber hat erstmals ein redaktioneller Eigenbeitrag eine Gegenposition bezogen und für Russlands Lage um Verständnis geworben – nicht im politischen Teil der Zeitung, nicht im wirtschaftlichen, sondern im Feuilleton, als Aufmacher auf Seite 1 in der Ausgabe vom 12. September. Die FAZ-Redakteurin ist ersichtlich die erste, die Putin mit Verständnis und Verstand beispringt, schreibt Dr. Klaus Peter Krause auf seiner Website.

Wie westliche Medien von der CIA gelenkt werden, von Arno Orzessek in Deutschlandradio Kultur. Der Journalist Hans Leyendecker hat sich in der „Süddeutschen“ Verschwörungstheoretiker vorgeknöpft, die im Internet „gleichgeschaltete“ Medien beklagen. Dabei sparte er nicht mit Kritik an der eigenen Zunft. Die Feuilleton-Woche im Rückblick.