Presseschau – Ein Blick in andere Zeitungen

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Die Nachrichtenagentur Reuters meldet: Bundeskanzlerin Angela Merkel wertet die Übergangslösung zwischen der Ukraine und Russland als wichtigen Schritt für eine Lösung des Gasstreits.

Die Welt erforscht, warum Berliner Russen Putin schätzen. Russen gelten mit ihrem Fleiß und Bildungswillen als Migrations-Musterknaben. Doch in der Ukraine-Krise solidarisieren sich viele mit ihrer Heimat und Putin. Ein Versuch, Berliner Russen zu verstehen.

Die FAZ ist der Meinung: Die vorläufige Einigung der Ukraine mit Russland zu Gaslieferungen dürfte das Land knapp über den Winter bringen. Nach der vorläufigen Einigung zwischen Russland und der Ukraine vom Wochenende sind zwar nicht alle Details veröffentlicht, aber aus den bekannten Fakten lässt sich auf die Versorgungslage der Ukraine schließen.

Im Gasstreit mit Russland rechnet der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk trotz jüngster Fortschritte mit weiterhin schwierigen Gesprächen. Kremlchef Wladimir Putin verzögere die Lösung mit immer neuen Forderungen. „Ich habe keinen Grund, Putin zu vertrauen“, sagte Jazenjuk im ukrainischen Fernsehen, meldet t-online.

Die Deutsche Wirtschafts Nachrichten ist der Meinung, „Putin und Poroschenko  tricksen Merkel aus: EU soll Gasschulden der Ukraine bezahlen“ und mokiert sich über den deutschen Geheimdienst „Dünne Suppe: BND präsentiert ‚Plausibilitäten‘ statt Bewise zu MH17“ . Außerdem stellt sie fest „Türkei exportiert massiv Lebensmittel nach Russland“.

Die Nachrichtenagentur RIA-Novosti meldet:
Eine zeitweilige Ermittlungskommission  der Werchowna Rada hat dem ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko, Ex-Verteidigungsminister Waleri Geletej und Generalstabschef Viktor Muschenko den Tod von Soldaten bei Ilowajsk vorgeworfen. Schlussfolgerungen des Gremiums wurden am Montag in Kiew von Kommissionschef Andrej Sentschenko bekannt gegeben.
EU-Vertreter warfen  dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach einem Treffen im so genannten „Normandie-Format“ (Russland, Ukraine, Deutschland, Frankreich) vor, an keiner Einigung zur Krise in der Ostukraine interessiert zu sein.
Das ukrainische Militär  hat die Informationen des deutschen Spiegel-Magazins, dass die malaysische Passagiermaschine, Flug MH17, mit einem ukrainischen Luftabwehrraketensystem abgeschossen worden sei, zurückgewiesen. Nach Angaben des Kiewer Verteidigungsministeriums war der betreffende ukrainische Fla-Truppenteil noch vor dem Eintreffen der Milizen evakuiert worden.
Die verschärften Beziehungen  zwischen Russland und dem Westen und das Sanktionsregime haben die Atmosphäre in der heutigen Sitzung des Konsultativrates für ausländische Investitionen bei der russischen Regierung nicht abgekühlt, wie der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew am Montag in Gorki bei Moskau nach einer Sitzung des Gremiums sagte.
Die USA versuchen  laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow weiterhin, die Situation in der Ukraine zu nutzen, um „Russland in die Schranken zu weisen“. „Was Russland auch immer tut, diese Versuche werden sowieso nicht aufhören. Denn das Hauptsächliche besteht für sie nicht darin, eine Regelung in der Ukraine zu erzielen, sondern die Ukraine als Reizerreger in den Beziehungen zwischen Russland und Europa, als Anlass dazu zu nutzen, zu versuchen, Russland in die Schranken zu weisen“.
Ramsan Kadyrow (38)  hat die deutschen Behörden wegen der Verletzung der Rechte seiner Rennpferde kritisiert. Wegen westlichen Sanktionen darf das Oberhaupt der russischen Kaukasus-Republik Tschetschenien das Preisgeld, das sein Rennpferd Zazou in Deutschland gewonnen hat, nicht annehmen. Zazou habe sein Preisgeld „mit ehrlicher Arbeit und schnellen Hufen“ verdient, sei aber zum Sündenbock gemacht worden, nur weil sein Besitzer auf der Sanktionsliste stehe, schrieb Kadyrow ironisch auf Instagram.

Artikel von Stimme Russlands:
Russland und der Iran  haben in Teheran eine neue Runde der Konsultationen über die Zusammenarbeit im Bereich der Atomenergiewirtschaft durchgeführt. Wie sehen die Perspektiven der Energiekooperation der beiden Länder aus? Ein Kommentar des Politologen und Orientalisten Wladimir Saschin.
Eine Gruppe von US-Kongressmitgliedern  wirft Russland vor, Nuklearwaffen auf der Halbinsel Krim aufstellen zu wollen. In einem Brief an Präsident Barack Obama verwiesen die Parlamentarier darauf, dass der Kreml Anfang August beschlossen habe, strategische Bomber Tu-22M3 und Iskander-M-Raketen auf der Halbinsel stationieren zu wollen, die mit hochpräzisen Marschflugkörpern R-500, darunter mit Atomsprengköpfen, bestückt werden könnten.