Presseschau – Ein Blick in andere Zeitungen

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Die Nachrichtenagentur Reuters meldet am Freitag, dass Präsident Putin die Sanktionen gegen Russland als Verstoß gegen das Völkerrecht und darüber hinaus als schädlich für die Weltwirtschaft bezeichnet hat. Er kritisierte die Kontensperrungen und Zugangsbeschränkungen russischer Unternehmen zu westlichen Finanzmärkten. Nur die UN hätten das Recht, zu solchen Maßnahmen. Außerdem verletzten die USA mit den Maßnahmen auch das von ihnen initiierte Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT). Er gab zu, dass die Sanktionen und die fallenden Ölpreise ihre Spuren in der russischen Wirtschaft hinterlassen. „Aber unsere Reserven sind groß genug und stellen sicher, dass wir unsere sozialen Verpflichtungen einhalten können“.
Reuters meldet weiter, dass der britische Premierminister David Cameron Russland wegen der anhaltenden Spannungen in der Ukraine mit einer Verschärfung der Strafmaßnahmen gedroht hat.

Russland und sein nicht westlichen Vorstellungen entsprechendes Verhalten wird mehr oder weniger in allen Zeitungen thematisiert – je nach Ausrichtung des Blattes mehr oder weniger aggressiv, meistens jedoch kritiklos die eigene Wahrheit als Grundlage der Berichterstattung nehmend.
t-online.de: „Cameron warnt vor Fehlern im Umgang mit Russland“
stuttgarter-nachrichten.de: „Was will Putin?“
stuttgarter-nachrichten.de: „Zwischen Übeln“ – ein Kommentar.
tagesanzeiger.ch: „Schlagabtausch zwischen Russland und den USA“.
abendzeitung-münchen.de: „Ukraine-Krise rückt mit ins Zentrum des G20-Gipfels“
wienerzeitung.at: „Hahn sieht Russland in Isolation“
sfr.ch: „Waffenstillstand in der Ukraine genügt nicht“

Edward Snowden würde weiterhin aus seinem Zufluchtsort in Russland nach Deutschland kommen. Berichte, „die behaupteten, ich sei nicht mehr interessiert daran, nach Deutschland zu kommen, liegen falsch“, erklärte Snowden über seinen US-Anwalt Ben Wizner. Die Nachricht von Snowden ging an die deutsche Bürgerrechtsgruppe Campact, die sich für ein Asyl des Informanten in Deutschland einsetzt, meldet abendzeitung-münchen.de.

Das Europäische Parlament hat am Donnerstag das Assoziierungsabkommen mit Moldawien gebilligt. Die Abgeordneten stimmten mit 535 gegen 94 Stimmen für die Vereinbarung, zu der auch ein Freihandelsvertrag gehört. 44 Volksvertreter enthielten sich. Um in Kraft zu treten, muss das Abkommen noch von den Parlamenten der EU-Mitgliedsstaaten ratifiziert werden, meldet das Handelsblatt.