Presseschau – Ein Blick in andere Zeitungen

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Contra-Magazin: Serbien könnte in die selbe Lage kommen wie vor knapp eineinhalb Jahren die Ukraine. Nämlich dann wenn es darum geht, etwaige Erpressungen der EU und des IWF abzuwehren. Schon jetzt ist man in Brüssel über den freundlichen Umgang mit Russland nur wenig erfreut. Bislang setzt die serbische Führung klar auf einen Beitritt zur Europäischen Union. Wenn es aber nach der Bevölkerung geht, würde diese momentan nur mit 44 Prozent einem Beitritt zur EU zustimmen. Die andere Option hieße Eurasische Union unter der Federführung Russlands.

Finanzen.net: Der Umsatz auf dem russischen Markt ist beim Industrie- und Technologiekonzern Siemens infolge der Sanktionen um rund 50 Prozent eingebrochen.

Spiegel online: Teheran profitiert bereits vom Atomabkommen mit den Uno-Vetomächten: Russlands Präsident Putin hebt einen verhängten Lieferstopp von modernen Flugabwehrraketen an Iran auf.

t-online: Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine dürfte bei dem Düsseldorfer Markenartikler Henkel in diesem Jahr spürbare Ergebniseinbußen verursachen. An einen Rückzug aus der Region denkt das Unternehmen nicht – Vorstandschef Rorsted gar glaubt an die Zukunft beider Länder.

Sputnik: Wenn man sich an den August 1991 erinnert. Man darf die Begriffe Kultur und Zivilisation nicht verwechseln. Wir haben eine überwiegend europäische Kultur und die russische Zivilisation, so das Mitglied des Sinowjew-Klubs Dmitri Kulikow.

Deutschlandradiokultur: Der deutsch-amerikanische Historiker Walter Laqueur hält Putin für pragmatisch und nicht für einen Ideologen. Laqueur nimmt ihm und auch den russischen Bürgern den national-konservativen und missionarischen Eifer nicht ab.

DIE WELT:
In einer TV-Doku auf dem Sender des russischen Verteidigungsministeriums heißt es, man habe neue „feindliche“ Satelliten entdeckt, die Russland ausspähen. Die Flugkörper seien als Schrott getarnt.
Keine drei Wochen vor seinem Tod warnte der Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass vor dem Dritten Weltkrieg. „Wir laufen Gefahr, dieselben Fehler wie früher zu machen“, sagte er.

Frankfurter Rundschau: Nach jüngsten Angaben der Nato verfügen die Separatisten in der Ostukraine inzwischen über mehr Waffen als vor dem Abkommen von Minsk. Die OSZE beklagt derweil, ihre Beobachter würden auch nach der Verlängerung ihres Mandats in der Ostukraine an ihrer Arbeit gehindert.

Handelsblatt:
Teile Sibiriens brennen: Wegen einer großen Dürre kämpft Russland gegen die schwersten Wald- und Steppenbrände seit Jahren. Es ist nicht das erste Mal: Böse Erinnerungen an das Katastrophenjahr 2010 werden wach.
Nach seinem Besuch in Kuba und Kolumbien ist Sergej Lawrow in Nicaragua angekommen. In Gesprächen stärkt der russische Außenminister vor allem Venezuela den Rücken. Einen Staatsstreich werde Russland nicht hinnehmen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:
In Polen wurde eine neue Partei gegründet, die sich gegen die Russland-Politik der Regierung in Warschau richtet. Sie nennt sich Zmiana und ihr Chef Mateusz Pistorski sieht in Moskau einen wichtigen Wirtschafts-Partner. Der Nationale Sicherheitsrat Polens bezeichnet Pistorski als russischen Agenten.
Die OSZE berichtet, dass von dem von der ukrainischen Armee beherrschten Gebiet die Ortschaft Shyrokyne von Panzern beschossen wurde. Die Rebellen melden Opfer unter der Zivilbevölkerung.
Der Chef des französischen Militär-Geheimdienstes hat die US-Dominanz der Nato in Fragen der militärischen Aufklärung kritisiert: Die französischen Dienste hätten zu keinem Zeitpunkt Anzeichen einer geplanten russischen Invasion in der Ukraine gehabt. Doch die französischen Erkenntnisse wurden von den Amerikanern nicht berücksichtigt.

Deutsch-Russische Wirtschaftsnachrichten: Trendwende bei weltweiten Staatsreserven. Das historische Maximum der globalen staatlichen Gold- und Währungsreserven ist überschritten. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) betrugen die weltweiten Devisenreserven Mitte 2014 noch die Rekordsumme von 8,06 Billionen Dollar. Ende des Jahres waren davon „nur“ noch 7,74 Billionen vorhanden.