Presseschau – Ein Blick in andere Zeitungen

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sport1.de: Aufgrund der politischen Situation zwischen Russland und der Ukraine ist das Qualifikationsspiel der beiden Länder für die Handball-Europameisterschaft 2016 in Polen verschoben worden. Dies teilte die Europäische Handball-Föderation EHF am Dienstag mit. Die ursprünglich für den 28. April angesetzte Partie soll im Juni nachgeholt werden.

focus-online: Das Abkommen zur Begrenzung konventioneller Streitkräfte in Europa soll groß angelegte Überraschungsangriffe verhindern. 2007 setzte Russland die Umsetzung aus, nun kündigt das Land den Vertrag komplett.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:
Die EU hat den ehemaligen Leiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes von der Sanktionsliste genommen. Alexander Jakimenkos Rolle bei der Gewalt am Maidan ist ungeklärt. Warum die EU ausgerechnet ihn nun pardoniert hat, ist unklar.
In den beiden ersten Monaten des aktuellen Jahres sind die Absatzzahlen von Volkswagen um 1,6 Prozent zurückgegangen. Verkaufsrückgänge gab es insbesondere in Russland und Südamerika.
Ein hochrangiger russischer Politiker hat den EU-Chef Jean-Claude Juncker daran erinnert, dass Russland über Atomwaffen verfüge. Juncker hatte den Aufbau einer EU-Armee gegen Russland angeregt. Doch origineller Weise bekommt Moskau in diesem Fall Unterstützung aus Washington und London: Auch die USA und Großbritannien sind entschiedene Gegner einer EU-Armee. Sie fürchten die Verwässerung der Nato.

Sputnik:
Seit Beginn der Ukraine-Krise haben sich die Besucherzahlen von Urlaubern aus dem deutschsprachigen Raum nahezu halbiert, so Kseniya Buschueva von der Taritour – Unternehmensgruppe aus Sankt Petersburg, bei der 49. Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin.
Arabische Banken sind am russischen Markt interessiert, schreibt die russische Zeitung „Kommersant“ am Dienstag. Weil den russischen Banken der Zutritt zum europäischen und amerikanischen Kapitalmarkt verwehrt bleibt, ist die Wende gen Osten nicht überraschend.
Ein Schiffsverband der Nato hat im Schwarzen Meer gemeinsame Übungen unter Teilnahme türkischer Schiffe durchgeführt, wie das Marinekommando der Allianz am Dienstag mitteilt. Geübt wurden klassische Marineeinsätze wie die Abwehr von U-Boot- und Luftangriffen sowie der Kampf gegen Küstentruppen.
91 Prozent der Bewohner der Krim (gegenüber 93 Prozent im Juli und August 2014) stehen positiv zum Beitritt der Schwarzmeer-Halbinsel zu Russland, wie das gesamtrussische Meinungsforschungsinstitut WZIOM ergab. Nur fünf Prozent der Krim-Bewohner bewerten dieses Faktum negativ.
Laut dem Bericht des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens IHS ist Russland der zweitgrößte Waffenexporteur nach den USA, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Dienstag. Dem Bericht zufolge hat Russland im vergangenen Jahr Waffen für auf zehn Milliarden US-Dollar exportiert, was neun Prozent mehr sind als im Vorjahr.
Die Europäische Union erwägt einem Zeitungsbericht zufolge eine Lockerung ihrer Sanktionen gegen Russland, doch diese Pläne könnten am Widerstand der Vereinigten Staaten scheitern. Laut russischen Experten befürchtet die EU, dass ein Konflikt mit den USA Europa teurer als Russland-Sanktionen zu stehen kommen würde.

finanzen.net: Russische Ölaktien sind aktuell sehr günstig bewertet. Allerdings ist das politische Risiko, das durch die Spannungen zwischen Russland und dem Westen entstanden ist, weiterhin nicht von Hand zu weisen. Deshalb ist der Einstieg in den russischen Ölsektor nur spekulativen Anlegern mit einem langfristigen Horizont zu empfehlen.

DIE WELT: Von Russland geht nach Darstellung des britischen Außenministers Philip Hammond möglicherweise die größte Gefahr für das Vereinigte Königreich aus. Russlands aggressives Verhalten erinnere deutlich daran, dass das Land die „größte Einzelbedrohung für unsere Sicherheit“ darstellen könne, sagte Hammond am Dienstag in Anspielung auf den Kalten Krieg. „Alle über 50 würden sich daran erinnern.“ Als Konsequenz würden die britischen Geheimdienste ihre Russland-Spionage ausweiten.

derStandart.de: Dem Nemzow-Mord folgen Festnahmen in Tschetschenien. Republikchef Ramsan Kadyrow lobt einen der angeblichen Täter.

Spiegel online: Die USA rüsten Estland, Lettland und Litauen auf, „zur Abschreckung der russischen Aggression“. Auch ein Großmanöver ist geplant. In der Ukraine bestätigt Präsident Poroschenko, dass die Separatisten ihre schweren Waffen abziehen.