Presseschau: Ein Blick in andere Zeitungen

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Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Etwa 16.000 Teilnehmer kamen am Sonntag zu einem Gedenkmarsch an den ermordeten Oppositionspolitiker Boris Nemzow – deutlich weniger als ursprünglich erwartet.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  US-Senator McCain: Egal wer Nemzow erschossen hat, Putin ist schuld. US-Senator John McCain hat in einem Statement der russischen Regierung eine Mitschuld an dem Mord an Boris Nemzow zugewiesen. Doch sein Statement bleibt auffallend vage. Offenbar will McCain – der prominenteste Gegner Putins in Washington – politisches Kapital aus einem Verbrechen schlagen, das sich ebenso gut als privater Kriminalfall entpuppen könnte.

Stern:  Der frühere Kremlchef Michail Gorbatschow hat nach dem Mord an Boris Nemzow vor einer Destabilisierung der Lage in Russland gewarnt: „Das ist ein Versuch, die Situation zu verschlimmern, vielleicht sogar die Lage im Land zu destabilisieren, die Konfrontation zu verschärfen.“

wallstreet online:  Am 2. März treffen sich Vertreter der Ukraine und Russland in Brüssel, um den Gasstreit zu regeln. Putin drohte zuvor der Ukraine den Gashahn abzudrehen, wenn die Ukraine die vereinbarten Vorauszahlungen nicht pünktlich leiste. Dies könnte auch Auswirkungen auf Europa haben. Der nun eingeleitete, beidseitige Waffenabzug in der Ost-Ukraine macht Hoffnung, dass die Minsker Vereinbarungen doch noch eingehalten werden.

Hamburger Abendblatt:  Die EU verliert den Blick für Russlands Sicht auf den Konflikt. Dmitry Suslow ist Politikwissenschaftler an der Moskauer School of Economics. In dieser Woche war er auf Einladung der Körber-Stiftung zu Gast in Hamburg. Er sagt: Putins Politik ist defensiv.

Deutsche Forschungsgesellschaft:  Anfang Februar beging die Peoples’ Friendship University of Russia (RUDN) ihr 55-jähriges Jubiläum. Auf Einladung des ehemaligen russischen Bildungsministers und amtierenden Rektors der Hochschule, Vladimir Filippov, nahm die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an einer Konferenz zur Internationalisierung von Hochschulen teil. Am offiziellen Festakt im Staatlichen Kremlpalast nahmen am 7. Februar rund 6.000 Wissenschaftler, Studierende und Alumni sowie Politiker und Diplomaten aus über 150 Ländern teil.

Börse online:  Die Krise in Russland und der Ukraine hat den Jeanshersteller Mustang auf seinem Wachstumskurs zurückgeworfen und wieder in die roten Zahlen gedrückt. Das Ergebnis liege voraussichtlich knapp unter der schwarzen Null des Vorjahres.

finanzen.net:  Deutschland riskiert nach Ansicht des DIHK durch die Russland-Sanktionen wichtige Handelsgeschäfte. „Je länger die Sanktionen dauern, desto mehr Marktanteile verliert Deutschland in Russland“, warnt der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. „Es besteht die Gefahr, dass Geschäftsbeziehungen in Richtung China verloren gehen.“ Schon 2014 seien die deutschen Exporte nach Deutschland um knapp 20 Prozent eingebrochen. „Wir reden hier von sechs bis sieben Milliarden Euro Umsatzeinbußen“, so Schweitzer. Das koste Arbeitsplätze und bringe Hunderte Unternehmen in eine schwierige Lage, insbesondere im Maschinenbau.