Presseschau – Ein Blick in andere Zeitungen

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Neue Züricher Zeitung:  Der Abschwung in Russland zieht die Euro-Zone nach unten. Besonders betroffen ist Italien, das traditionell enge Beziehungen zu Moskau unterhält. Die Firmen senden nun einen Hilferuf an die Politik.

Handelsblatt:  Russland hat die Einladung der EU-Kommission zu neuen Verhandlungen im Gasstreit mit der Ukraine angenommen. Energieminister Alexander Nowak will nach Brüssel reisen, um dort auch über das „Winterpaket“ zu sprechen.

RBTH:  Der russische Föderationsrat hat eine Gesetzesinitiative eingebracht, wonach Staatsbedienstete, die Anfragen der Presse ignorieren, härter bestraft werden sollen. Dies betrifft auch die Parlamentarier der russischen Duma.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Der zypriotische Präsident Nikos Anastasiades hat sich mit Kreml-Chef Wladimir Putin auf die Stationierung von Kriegsschiffen an den Häfen des Insel-Staats geeinigt. Zudem wollen beide Länder ihre wirtschaftlichen Beziehungen intensivieren. Anastasiades meint, dass die Russland-Sanktionen der EU ein Fehler gewesen seien.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Die Bundesregierung hat in der Antwort auf eine Anfrage der Links-Partei zugegeben, dass nationale und internationale Konzerne in der Ukraine EU-Subventionen und Kredite erhalten. Es findet ein Transfer von fruchtbaren Ländereien an ukrainische Oligarchen und internationale Saatgut-Konzerne statt. Im Gegenzug erhält die Regierung in Kiew internationale Kredite.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Die ukrainischen Behörden haben am Mittwoch zwei russische Journalisten erst festgenommen und anschließend nach Russland abgeschoben. Sie dürfen bis 2020 nicht mehr einreisen. Den beiden Journalisten wird die Verbreitung von „anti-ukrainischer Propaganda“ vorgeworfen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:  Die EU-Staaten schwenken auf die amerikanischen Vorgaben ein und fordern übereinstimmend schärfere Sanktionen gegen Russland. Unklar ist noch, welchen Anlass die westliche Allianz wählen wird, um die Verschärfung in Kraft zu setzen. Frankreich sagt, dass der Beschuss von Mariupol durch die Rebellen ein solcher Auslöser sein sollte.

RBTH:  Zum Auftakt ihrer zweijährigen Tour um die ganze Welt präsentieren deutsche Handwerksbetriebe unter dem Motto „Handmade in Germany“ ihre Produkte in Moskau. Dass die erste Ausstellung in Russland stattfindet, ist kein Zufall. Auf großes Interesse können sich die Aussteller auf jeden Fall freuen.

Spiegel-online:  Internationale Beobachter bestätigen, dass ukrainisches Militär und Rebellen ihre schweren Waffen von der Frontlinie zurückziehen. In Spanien wurden Unterstützer der Separatisten festgenommen.

Spiegel-online:  Der US-amerikanische Milliardär und Philantrop George Soros hat vor einem wirtschaftlichen Kollaps der Ukraine gewarnt und den Westen aufgefordert, weitere 50 Milliarden Dollar zur Stabilisierung des Landes zu mobilisieren. „Die Lage ist äußerst prekär, und sie wird jeden Tag schlimmer“.

Kleine Zeitung:  Vor Gasverhandlungen in Brüssel hat Russland der Ukraine im Streit um ungezahlte Rechnungen ein Ultimatum bis Montag gestellt. Sollte Kiew bis dahin keine Vorauszahlung für März leisten, werde am Dienstag der Gashahn zugedreht, warnte Energieminister Alexander Nowak am Freitag.

Contra-Magazin:  Der weiterhin schwelende Konflikt im Donbass, die ausufernde Inflation samt Abwertung der Landeswährung Hrywnja, sowie die zunehmende wirtschaftliche Destabilisierung sorgen dafür, dass die Ukraine auf Dritte-Welt-Niveau fällt. Der Mindestlohn reicht nicht zum überleben, während die regierende Oligarchenclique in unermesslichem Reichtum lebt.

Sputnik:  Die Republik Moldau hat vergangenen Sommer ein Assoziierungsabkommen mit der EU geschlossen. Gleichzeitig hat das Land, vor allem die Regionen Transnistrien und Gagausien, enge Beziehungen zu Russland. Dennoch hält es Osteuropa-Experte Daniel Kaddik für unwahrscheinlich, dass Moldau den Weg der Ukraine geht.

Sputnik:  Trotz des Widerstandes der Opposition hat das ungarische Parlament am Freitag ein Gesetz verabschiedet, das einige Details des Atomdeals mit Russland als geheim einstuft. Zuvor hatte die Regierung in Budapest bei dem russischen Konzern Rosatom zwei neue Reaktoren für das Atomkraftwerk Paks bestellt.