Ostukrainische Frauen: „Womit haben wir das verdient?“

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[Ulrich Heyden] Auf einem Dokumentarfilm-Festival in Berlin wurden Filme gezeigt, welche an die bedrückende Lebensrealität in den südost-ukrainischen Konfliktzonen erinnern

Eine glutrote Feuerwand leuchtet am Nachthimmel über dem Ort Ambrosijewka im Donezk-Gebiet. Im August 2014 wurden dort tausende Soldaten der ukrainischen Armee von Aufständischen eingekesselt. Die Filmaufnahme aus mehreren Kilometern Entfernung gibt eine Ahnung von dem schrecklichen Sterben zwischen den Abraumhalden der Kohlebergwerke und den weiten Feldern. Mit dem feuerroten Himmel beginnt der Film „Ukrainian Agony“ des deutschen Reporters Mark Bartalmai.

Der Film wurde von der Jury des Dokumentar-Film-Festival „Demokratie in Flammen“, das letzte Woche in den Räumen der European Media Agency in Berlin-Marienfelde stattfand, von fünf Filmen als bester ausgewählt und darauf im Internet veröffentlicht.

Zur Jury des kleinen Festivals gehörten der Leipziger Fernsehjournalist Wilhelm Domke-Schulz, die lettische Abgeordnete des europäischen Parlaments, Tatjana Zdanoka, und der italienische Journalist Vitorio Rangeloni, der im ostukrainischen Donezk lebt. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass es mit dem Film von Bartalmai gelungen sei, „die Informationsblockade“ gegenüber der Ostukraine in Deutschland zu durchbrechen.

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