Ökonomie der Worte oder Schweigen in Deutschland

Ständige Leser unseres Portals werden es bemerkt haben – wir berichten sehr wenig aus der Ukraine oder von Ereignissen im Zusammenhang mit der Ukraine. Das ist beabsichtigt, denn eigentlich fühlen wir uns nur zum Thema „Kaliningrad“ kompetent. Selbst das föderale Russland ist für unsere Informationsagentur nur schwer händelbar. Aber es gibt Momente, da geht es einfach nicht anders, da verlangen Ereignisse einfach eine „Meinung … mit deutschem akzent“. Insbesondere auch dann, wenn Medien schweigen, die eigentlich öffentlich-rechtliche Pflichten zu erfüllen haben. Manchmal kommt der Verdacht auf, dass es bei Bedarf ein Schweigemonopol gibt.

Arseni Petrowitsch Jazenjuk, der ukrainische Premierminister (am 22. Mai 2014 feierte er seinen 40. Geburtstag), hielt sich in der vergangenen Woche in Deutschland auf und wurde vom höchsten Repräsentanten Deutschlands, Herrn Gauck empfangen. Auch Frau Merkel widmete ihm ausreichend Zeit. Und es war sogar noch Zeit, um im deutschen Fernsehen ein Interview zu geben und der erstaunten Zuschauerschar mitzuteilen, dass die Sowjetunion während des Zweiten Weltkrieges in die Ukraine und nach Deutschland einmarschiert ist und man alles unternehmen müsse, damit sich so etwas nicht wiederholt.

ch erspare mir hier einen Kurzlehrgang in Geschichte, denn 99,9 Prozent aller deutschen Bürger kennen die europäische Geschichte des vorigen Jahrhunderts und brauchen keine Nachhilfe.

Andere Ukrainer waren aber der Meinung, dass Herr Jazenjuk Nachhilfe in europäischer Geschichte braucht.

So kommentierte der ständige Vertreter des ukrainischen Präsidenten im Ministerkabinett Alexander Daniljuk die Worte des ukrainischen Premierministers im deutschen Fernsehen bei Facebook wie folgt…

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