Nüchtern? – Zahl der Toten durch Trunkenheitsunfälle in Moskau mehr als halbiert

Nüchtern? – Zahl der Toten durch Trunkenheitsunfälle in Moskau mehr als halbiert

Die Zahl der Unfälle, die durch betrunkene Fahrer in der Hauptstadt verursacht wurden, ist recht stark zurückgegangen, und auch die Zahl der entdeckten betrunkenen Fahrer ist deutlich gesunken. Experten aus dem russischen Innenministerium sind allerdings besorgt über die steigende Zahl derjenigen, die wiederholt unter dem Einfluss von Alkohol Auto fahren.

Die Moskauer Verkehrspolizei analysierte die Unfallrate unter Beteiligung von betrunkenen Fahrern. Nach den Ergebnissen der ersten 8 Monatn dieses Jahres ist die Zahl der von solchen Fahrern verursachten Unfälle, bei denen Menschen starben und verletzt wurden, im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent gesunken. Wenn es im letzten Jahr 242 derartige Unfälle gab, dann waren es in diesem Jahr 164. Gab es im vergangenen Jahr 242 solcher Unfälle, so waren es in diesem Jahr 164. Die Zahl der Todesfälle halbierte sich um mehr als die Hälfte – um 57 Prozent. Und die Zahl der Opfer insgesamt sank um 27 Prozent.

Auch die Zahl der betrunkenen Fahrer ging zurück. So waren von 8.024 an Ordnungswidrigkeiten beteiligten Fahrern 1.310 Fahrer im betrunkenen Zustand. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr betrug 26 bzw. 18 Prozent.

Darüber hinaus analysierte das staatliche Verkehrsamt Moskau die Unfallrate in den Bezirken der Hauptstadtregion. Die meisten Unfälle mit betrunkenen Fahrern, bei denen Menschen starben und verletzt wurden, ereigneten sich im südöstlichen Verwaltungsbezirk von Moskau. Hier wurden nach den Ergebnissen von 8 Monaten dieses Jahres 28 derartige Unfälle registriert. Im Südbezirk ereigneten sich 25 derartige Unfälle. Im östlichen Bezirk 17 und 16 im nördlichen Bezirk. Auf dem Gebiet der Moskauer Ringautobahn gab es 14 ähnliche Unfälle.

Die Verkehrsüberwachung des russischen Innenministeriums berechnete, wie oft in eineinhalb Jahren Fahrer wiederholt mit Alkohol am Steuer erwischt wurden. So wurden bei 772.400 Fällen mit berauschten Fahrern 339 Personen jeweils dreimal erwischt, 43 Fahrer viermal festgehalten und ein Täter sechsmal vor Gericht gestellt.

Das Innenministerium hatte zuvor der Regierung einen Vorschlag unterbreitet, die Beschlagnahme von Kraftfahrzeugen als Übergangsmaßnahme einzuführen. Dieser Vorschlag wurde jedoch noch nicht berücksichtigt.

Außerdem gibt es seit langem eine Anweisung sowohl vom Präsidenten als auch von der Regierung, eine Datenbank für das Gesundheitsministerium zu erstellen, aus der das Innenministerium Informationen über Einschränkungen oder Verbote des Autofahrens aus gesundheitlichen Gründen erhalten kann. Eine solche Datenbank ist jedoch noch nicht angelegt. Ärzte bezweifeln die Notwendigkeit, solche medizinische Geheimnisse offenzulegen. Die Verkehrspolizei brauche keine vollständigen Diagnosen, sondern müsse nur wissen, ob es Einschränkungen gibt oder nicht.

[hrsg/russland.NEWS]

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