„Nicht mit der Ukraine tauschen“

[Martin Hoffmann] Weißrussland und Kasachstan sind die beiden Kernpartner, die Moskau für seine eurasische Zollunion gewinnen konnte. Wie sehen in Weißrussland die Sympathien oder Antipathien bezüglich der Ukraine-Krise aus?

Wer dieser Tage in Minsk unterwegs ist, bekommt kaum den Eindruck in der „letzten Diktatur Europas“ zu sein. So wird das Land spätestens seit der letzten manipulierten Präsidentschaftswahl 2010 von Menschenrechtlern genannt. Zuletzt verwendete auch der deutsche Ex-Außenminister Westerwelle im Jahre 2012 diese Wendung.

Doch der autoritäre Charakter des weißrussischen Staates erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Die Polizeipräsenz ist nicht höher als in den meisten westeuropäischen Metropolen. Auch ein Personenkult um das seit 20 Jahren autokratisch regierende Staatsoberhaupt Alexander Lukashenko mit dem Spitznamen „Batka“ – Väterchen – existiert nicht. Selbst die subkulturellen Ausprägungen Westeuropas trifft man in Minsk wieder: Jugendliche mit Hipster-Vollbärten und Tattoos sind auch hier keine Ausnahmeerscheinung mehr.

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