NEWS: Russisches Kriegsschiff im Schwarzen Meer gesunken

Foto: Vyacheslav Stepanyuchenko CC BY 2.0 via Flickr
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Der Aufklärer »Liman« der russischen Schwarzmeerflotte ist heute nach einer Kollision mit einem anderen Schiff vor der türkischen Küste gesunken. Dem russische Verteidigungsministerium nach, das unmittelbar danach die Meldung verkündete, seien alle beteiligten Personen in Sicherheit.

„Das Schiff »Liman« ist durch Lecks unter der Wasserlinie gesunken,“ hieß es aus Moskau, das auch gleich Entwarnung gab. „Alle Besatzungsmitglieder sind wohlauf und werden demnächst von dem türkischen Rettungsschiff auf ein russisches umsteigen“, vermeldete das zuständige Verteidigungsministerium.

Der nach türkischen Angaben mit 8.000 Schafen beladene, unter der Flagge Togos schippernde Frachter »Ashot-7« kollidierte heute Mittag etwa 40 Kilometer nordöstlich des Bosporus mit dem russischen Aufklärungsschiff »Liman« und sank. Die Besatzung befinde sich, so die Angaben der türkischen Behörden, auf einem Rettungsschiff des türkischen Küstenschutz‘ in Sicherheit.

Zunächst versuchte die Besatzung der »Liman« offenbar noch das Schiff über Wasser zu halten, jedoch seien die unter dem Wasser liegenden Lecks zu groß gewesen, heißt es. „Schiffe der Schwarzmeerflotte und ein An-26-Flugzeug mit einem Rettungsteam an Bord sind in die Region ausgerückt“, meldete das Verteidigungsministerium in Moskau.

Nun soll die Besatzung des leckgeschlagenen Schiffes von der 1,5 Seemeilen von der Unglücksstelle entfernten »Ulus-Star« aufgenommen werden. Wann die »Liman« geborgen werden soll, ist zur Stunde noch nicht bekannt.

[mb/russland.NEWS]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.