Neue Umdrehungen der Gerüchtespirale in der Russlandaffäre

Foto: U.S. Department of Defense/Navy Petty Officer 2nd Class Dominique A. Pineir CC BY 2.0
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[von Peter Mühlbauer] Ex-CIA-Chef sagt vor dem Geheimdienstausschuss aus – Kushner neuer Russland-Kontaktverdächtiger.

Während Trump das Heilige Land und den Heiligen Stuhl besucht, wird in den USA die Russlandaffäre durch weitere Gerüchte und Vorwürfe befeuert: Die hier zusammen mit der New York Times und CNN besonders aktive Washington Post berichtete gestern (wie üblich unter Berufung auf anonyme Behördenmitarbeiter), dass Trump im März beim NSA-Chef Michael Rogers und beim Nationalen Geheimdienstdirektor Dan Coats vorsprach, um die beiden dazu zu bewegen, ihn in der Russlandaffäre mit öffentlichen Stellungnahmen den Rücken zu stärken. Das sollen sowohl Rogers als auch Coats abgelehnt haben.

John Brennan, der Ex-Chef der CIA, sagte dem Geheimdienstausschuss des Abgeordnetenhauses derweilen, es sei seiner Meinung nach „klar“, dass Russland sich „trotz unseres starken Protests und expliziten Warnungen, es nicht zu tun“, „dreist in die Präsidentschaftswahlvorgänge 2016 einmischte“. Wie diese „Aktivitäten“ konkret aussahen, ließ er allerdings genauso offen wie er Beweise dafür schuldig blieb. Auch Namen wollte er nicht nennen. „Darüber“, so Brennan, „kann ich in öffentlicher Sitzung nicht reden.“Auf Nachfrage räumte er ein, er wisse nicht, ob die Kontakte, die es zwischen Personen in Trumps Wahlkampfteam und russischen Staatsangehörigen gab, wirklich „zu einer Zusammenarbeit führten“. Seinen Angaben nach hatte die CIA „Anhaltspunkte“, um eventuelle Absprachen zu untersuchen und kontaktierte in diesem Zusammenhang auch das FBI.

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