Nach Trumps Wahl: Baltische Staaten drängen auf Aufrüstung gegen Russland

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[Von Markus Salzmann] – Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten hat in den baltischen Staaten den Ruf nach einem aggressiveren Vorgehen gegen Russland und einer weiteren Militarisierung laut werden lassen. Die instabilen Regierungen Estlands, Lettlands und Litauens setzen dabei sowohl auf die Nato unter Führung der USA als auch auf ein stärkeres Engagement der Europäischen Union.

Trumps Aussagen im Wahlkampf hatten in den baltischen Regierungen Ängste ausgelöst. Mit Sorge wurde registriert, dass der künftige Oberbefehlshaber des amerikanischen Militärs die Beistandsgarantie für die drei Nato-Staaten von deren finanziellem Engagement abhängig machte und sich positiv über Kremlchef Wladimir Putin äußerte.

Im September 2014 hatte US-Präsident Barack Obama den baltischen Staaten noch eine bedingungslose Verteidigungsgarantie gegeben. Er hatte damals in der estnischen Hauptstadt Tallinn erklärt: „Die Verteidigung von Tallinn, Riga und Vilnius ist genauso wichtig wie die Verteidigung von Berlin, Paris und London.” Er hatte sich zur „ewigen” Verpflichtung bekannt, Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern nach Artikel 5 des Nato-Statuts zu verteidigen, und für den Ernstfall „amerikanische Bodentruppen” zugesagt.

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