Nach 15 Jahren wieder Russland-Gastspiel der Sächsischen Staatskapelle Dresden

Nach 15 Jahren wieder Russland-Gastspiel der Sächsischen Staatskapelle Dresden

Vor der heute beginnenden Konzertreihe der Sächsischen Staatskapelle Dresden in Russland im Rahmen der zweiten Europa-Tournee in der laufenden Saison stellten sich Chefdirigent Christian Thielemann und der Pianist Mazujewin der Residenz des deutschen Botschafters den Fragen von Journalisten.

„Ich freue mich riesig über die Möglichkeit, hier spielen zu können“, bekannte Thielemann. Nach 15 Jahren bereist die Sächsische Staatskapelle Dresden wieder Russland. Unter der Leitung ihres Chefdirigenten spielt sie im Tschaikowski-Konzertsaal der russischen Hauptstadt Werke von Carl Maria von Weber, Franz Liszt und Johannes Brahms. In Liszts Klavierkonzert Nr. 2 wird der aus dem sibirischen Irkutsk stammende Capell-Virtuose der Saison 2017/18, Denis Mazujew, als Solist zu erleben sein.

„Es war sein ausdrücklicher Wunsch“, antwortete Thielemann auf die Frage, warum für das Klaviersolo kein Werk eines russischen Komponisten ausgewählt wurde. „Das ist richtig“, bestätigte der Starpianist. „Ich will aber auch sagen, dass es mir das Orchester leicht gemacht hat, den gemeinsamen Klang zu finden. Wir haben sehr schnell gemerkt, dass wir auf einer Welle schwimmen.“

Der deutsche Botschafter Rüdiger von Fritsch würdigte die Sächsische Staatskapelle Dresden als einen der vielseitigsten Klangkörper in Europa und stellte fest, dass bei allen derzeitigen politischen Problemen im Verhältnis beider Länder der kulturelle Austausch auf allen Ebenen hervorragend funktioniert. Christian Thielemann sah das genauso: „Wir freuen uns darauf, die deutsche Orchestertradition in Russland zu vertreten und mit der universellen Sprache der Musik auf unsere Weise eine Verbindung zwischen den Kulturen zu schaffen.“

Nach der Aufführung in Moskau reist die Sächsische Staatskapelle nach St. Petersburg und wird den Zuhörern im Konzertsaal Marinsky II dasselbe Programm wie in Moskau darbieten. Das dritte Konzert führt das Ensemble mit einer Aufführung von Brahms‘ Deutschem Requiem op. 45 in den Dom in Kaliningrad. Neben Christiane Karg (Sopran) und Christoph Pohl (Bariton) ist hierbei der Sächsische Staatsopernchor, der in dieser Saison sein zweihundertjähriges Bestehen feiert, zu hören.

Spätere Stationen der zweiwöchigen Europatournee der Sächsischen Staatskapelle Dresden sind das Théâtre des Champs-Élysées in Paris, das Luzerner KKL und schließlich das Festspielhaus Baden-Baden.

[hh/Russland.news]

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