Liebeslied für Natascha, die Staatsanwältin [Video aus YouTube]

Video von Natalja Poklonskaja wird zum absoluten YouTube-Hit - Heldin in Russland und flüchtig in der Ukraine

image_pdfimage_print

Sie ist wohl die beliebteste Staatsanwältin der Russische Föderation und ein Zusammenschnitt willkürlicher Videoschnipsel von ihr mit einem Liebeslied an sie wurde nun auch zum erfolgreichsten Video des russischsprachigen Internets. Die Rede ist von Natalja Poklonskaja – entschuldigung – Natascha.

Die gebürtige Krim-Bewohnerin kündigte ihren Job in Kiew gleich nach dem Euromaidan-Umsturz und kehrte in die alte Heimat zurück, da sie für die „Banditen“ des neuen Regimes nicht mehr arbeiten wollte. Die attraktive Jung-Juristin machte dann in ihrer nach Loslösung von der Ukraine strebenden Heimat eine Blitzkarriere und wurde in Simferopol leitende Staatsanwältin der Republik Krim. In einer klassischen Fehlentscheidung übernahmen sie die Russen nach dem Wechsel ihrer Heimat nur als stellvertretende Staatsanwältin der Halbinsel in den russischen Dienst – in völliger Verkennung ihres Kultstatus für die Krimianer und inzwischen auch Russen. Ihr alter und in Russland nun verhasster Arbeitgeber in Kiew hat mittlerweile auch noch Haftbefehl gegen sie erlassen und sie damit quasi in den russischen Gottmodus erhoben. Den hatte sie interessanterweise in Japan schon davor, wo hunderttausende von Japanern Videos mit ihr schauten und Mangakunst nach ihr gestalteten.

Bildschirmfoto 2014-03-28 um 15.36.01Bildschirmfoto 2014-03-28 um 15.35.28

Die 1980 oder 1982 (scheint geheim zu sein und steht überall anders) geborene Jungheldin hat an der Krim-Zweigstelle der Universität Charkow studiert. Natürlich kann sie auch Klavier spielen, singt und nahm pikanterweise als Sängerin 2005 am Eurovision Song Contest in Kiew für Russland teil. Zuvor hatte sie eine russische Castingshow gewonnen. Jetzt aber endlich das Video, bevor es YouTube wieder aus dem Verkehr zieht. Denn es ist fraglich, ob der Macher von allen 5-10 Fernsehsendern die Rechte gekauft hat:

Fan-Art: Wikimedia Commons