Lettland verbietet Sputnik-Kanal

Foto: Vladimir Sergeev, RIA Novosti Media Kit, ugc@rian.ru, CC BY 3.0 via Wikimedia CommonsFoto: Vladimir Sergeev, RIA Novosti Media Kit, ugc@rian.ru, CC BY 3.0 via Wikimedia Commons
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In Moskau ist das Verbot der lettischsprachigen Webseite der russischen Nachrichtenagentur Sputnik unter der lettischen Internet-Domain .lv auf scharfe Kritik gestoßen. Die Behörden in Riga hatten den Kanal gestern auf Betreiben des Außenministeriums vom Netz genommen.

In Riga gab es unterschiedliche Begründungen für die Maßnahme. So hieß es, der Kanal verstoße gegen einen EU-Ratsbeschluss aus dem Frühjahr 2014 zum Schutz der territorialen Unversehrtheit, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine.

In Lettland kein Massenmedium

Der Pressesprecher des lettischen Außenministeriums Mārtiņš Drēģeris sagte, sein Amt habe die Schließung empfohlen, weil der Chef der Mutteragentur Rossiya Segodnya, Dmitri Kisseljow, auf der „schwarzen Liste“ der EU stehe. Wie die staatlichen Kanäle BBC oder Deutsche Welle ist Rossiya Segodnya mit ihren Tochtergesellschaften Sputnik und RT für die Selbstdarstellung Russlands im Ausland verantwortlich.

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