Leichen, Leichen und nochmals Leichen

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Nachdem jetzt Ost-Aleppo von den Terroristen befreit ist, ist es notwendig, eine „Bestandsaufnahme“ zu machen. Und immer wieder werden grausige Entdeckungen gemacht. Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums gibt die neuesten „Entdeckungen“ bekannt.

So seien in Aleppo „Mehrere Massengräber“ mit Dutzenden Leichen“ gefunden worden. Die Ermordeten seien „grausam gefoltert und dann hingerichtet“ worden. Die Untersuchungen würden mit Sicherheit ergeben, dass die USA und ihre Verbündeten die „Verantwortung für die Grausamkeiten“ der syrischen Rebellen nicht mehr von sich weisen können.

Konaschenkow berichtet weiter, dass sieben große Munitionslager gefunden wurden, mit deren Waffen man mehrere Infanteriebataillone hätte ausrüsten können.
„Allein an einem kleinen Platz in der Stadt wurden drei Panzer, zwei Kanonen, zwei Mehrfachraketenwerfer sowie mehrere selbstgebaute Granatwerfer und Mehrfachraketenwerfer eingezogen. Gefunden wurden unter anderem sieben große Munitionslager, die für die Ausrüstung von mehreren Infanteriebataillons ausreichen würden, sowie mehrere Abrechnungsdokumente“.

Als besonders verwerflich hob Konaschenkow die Verminung ganzer Straßenzüge, Gebäudeeingänge, Autos, Motorräder und aller nur möglichen Gegenstände bis hin zu Spielzeug hervor. Hier werde eine große Anzahl von Mythen zerstört, die „die westlichen Politiker an die Weltgemeinschaft verfütterten“.

Die syrische Nachrichtenagentur SANA meldete, den leitenden Gerichtsmediziner von Aleppo Saher Hadscho zitierend, dass die Rebellen noch kurz vor ihrem Abzug über 21 Zivilisten getötet hätten. Die Toten, darunter auch 5 Kinder und 4 Frauen, seien in den Gefängnissen der Terrorgruppen gefunden worden. Alle seien „durch Schüsse aus sehr kurzer Distanz hingerichtet“ worden.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte mehrere Leichen auf den Straßen Ost-Aleppos gefunden zu haben. Wer die Menschen umgebracht hat ließ sich nicht feststellen.

Die UN beschuldigt  die syrischen Regierungstruppen, vor der Rückeroberung der Stadt mindestens 82 Zivilisten in den östlichen Vierteln hingerichtet zu haben.
(Hanns-Martin Wietek/russland.news)