Kurznachrichten vom 7. Februar 2017

Fox-News-Moderator Bill O’Reilly hatte Präsident Putin in einem Interview mit Präsident Trump einen Mörder genannt. Die russische Regierung verlangte darauf eine Entschuldigung von Bill O’Teilly. „Ich arbeite an der Entschuldigung, es könnte aber eine Weile dauern“, sagte er grinsend in seiner US-Sendung »The O’Reilly Factor«. „Fragen Sie mich noch einmal so gegen 2023.“

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Kreml-Sprecher Dmitri Peskow meinte, in Russland sei man „gutherzig und geduldig“, indem er auf die Erklärung des Fox-News-Moderators Bill O’Reilly, sich nicht früher als 2023 beim russischen Präsidenten Wladimir Putin für die Bezeichnung als „Mörder“ zu entschuldigen, einging. Man werde das Jahr 2023 im Kalender markieren und sich dann wieder melden.

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Der Weltleichtathletikverband IAAF hat am Montagabend nach einer Sitzung in Monte Carlo mitgeteilt, die Suspendierung des russischen Leichtathletik-Verbandes (Rusaf) werde nicht vor den Weltmeisterschaften im August in London aufgehoben.

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Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat erklärt, die EU werde niemals die Annexion der Halbinsel Krim durch Moskau akzeptieren. Darüber hinaus müssten alle Seiten das Minsker Friedensabkommen respektieren und die Kämpfe zwischen dem ukrainischen Militär und den von Moskau unterstützten Separatisten in der Ostukraine beenden.

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Präsident Donald Trump hat das 2015 von den fünf UN-Vetomächten und Deutschland mit dem Iran ausgehandelte Abkommen als eines der schlechtesten überhaupt kritisiert und stellt es in Frage. Russland warnt davor, das Atomabkommen mit dem Iran infrage zu stellen. Es wäre zu riskant für die USA, das Abkommen neu auszuhandeln, sagte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der Nachrichtenagentur Interfax. Iran hat eine Neuverhandlung bereits ausgeschlossen.

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Die US-Senatoren Rob Portman und Chris Murphy haben laut »The Daily Beast« vorgeschlagen, in den kommenden 2 Jahren 160 Millionen US$ für Anti-Russland-Propaganda auszugeben. Ein Zentrum für globales Engagement (GEC) des US-Außenministeriums soll weitere 100 Millionen erhalten und die zentrale Stelle des Propagandakriegs gegen Russland werden. Damit entstehe erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges eine Zentralstelle, die die Kompetenzen im Infokrieg bündeln werde, so das Portal.

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Präsident Putin hat am Dienstag ein Gesetz über den Bau der Gaspipeline »Turkish Stream« unterzeichnet. Mit der Gaspipeline soll künftig Gas durch das Schwarze Meer in die Türkei und von dort weiter nach Südosteuropa geliefert werden. Durch zwei Stränge sollen jährlich 31,5 Milliarden Kubikmeter Gas strömen. Der erste Strang soll Ende 2019 fertig sein.

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Die Firma Linde hat einen Großauftrag für eine Flüssiggas-Anlage in Russland erhalten. Den Ausschlag gab u.a. eine von den Linde-Ingenieuren entwickelte spezielle Technologie. Dabei handelt es sich um ein mehrstufiges und besonders energieeffizientes Verfahren zur Verflüssigung von Erdgas, das speziell auf die Anforderungen kleiner bis mittelgroßer Anlagen abgestimmt ist. Eine Kernkomponente in diesem Prozess sind die spiralgewickelten Wärmeaustauscher aus Linde-eigener Entwicklung.
Auftraggeber sind Gazprom und der Projekt-EPC-Unternehmer SRDI Oil & Gas Peton, Linde wird für das Basis-Engineering der LNG-Anlage verantwortlich sein und darüber hinaus das Equipment sowie alle Komponenten der kryogenen Anlagenteile bereitstellen.
Die Unternehmen arbeiten bereits erfolgreich in anderen Projekten zusammen – beispielsweise beim Bau mehrerer Erdgasverarbeitungsanlagen für das Amur-GPP-Projekt im Osten Russlands.

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In Russland steht ein Massenrücktritt von Gouverneuren sogenannter „Problem-Regionen“ bevor. Am Montag trat der Gouverneur von Perm zurück, am Dienstag informierte der Gouverneur von Burjati über seinen Rückzug. Bereits am Nachmittag beauftragte der russische Präsident Putin den stellvertretenden Transportminister Russlands Alexej Zydenow mit der Führung der Republik bis zu den Wahlen im September. Alle in jüngster Zeit eingesetzten Gouverneure sind jung und haben einen ökonomischen Hintergrund in der Ausbildung und bisherigen Tätigkeit.

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Anlässlich des 145jährigen Jubiläums warten 145 verschiedene Torten am kommenden Samstag auf die Besucher des Historischen Museums in Moskau am Roten Platz. Rund 500 Kilogramm, verziert mit echtem 960er-Blattgold, heißt es in der Mitteilung. Eine einfache Eintrittskarte zu ermäßigtem Preis genügt, um in den Genuss zu kommen. Falls am Samstag nicht alles aufgegessen wird, wird am Sonntag weitergefuttert.

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Die Genfer Kontakte zu Syrien mit russischen und US-Diplomaten werden laut Außenminister Lawrow bereits auch unter der neuen US-amerikanischen Regierung fortgeführt. Sobald die verantwortlichen Strukturen der US-Administration bestünden, könne man sich dann auf politischer Ebene kontaktieren.

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(Hanns-Martin Wietek/russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.