Kurznachrichten aus der Ukraine

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Der zukünftige Präsident der Ukraine ist der Auffassung, dass man nicht an Russland vorbei über die Sicherheit in der Region sprechen kann.
„Ohne Russland kann man nicht über eine ernsthafte Sicherheit in unserer Region sprechen. Wir werden ein geeignetes Format finden, und ein Treffen mit Putin wird es zweifellos geben“.

Der amtierende Außenminister Anderj Deschtschiza erklärte, dass ein Beitritt der Ukraine zur NATO nicht auf der Tagesordnung stünde.
„Mit absoluter Sicherheit kann ich behaupten, dass die Frage einer NATO-Mitgliedschaft der Ukraine in nächster Zeit nicht in die Agenda aufgenommen wird. Dies ist in der ukrainischen Gesetzgebung nicht vorgesehen und ist keine Priorität des Regierungsprogramms.
Derzeit werden keine diesbezüglichen Verhandlungen geführt. Wie sich die Situation entwickeln wird und wie die Stimmung der Ukrainer sein wird, hängt auch von den weiteren Handlungen Russlands ab“, sagte Deschtschiza in einem Interview für die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“.

Vertreter der „Lugansker Volksrepublik“ werfen der Kiew-treuen Nationalgarde vor, nicht loyale Mitglieder einer lokalen Wahlkommission aus den eigenen Reihen erschossen zu haben. Die Schießerei wurde von der Regierung in Kiew bestätigt, auch dass es Opfer gegeben habe.
„Unsere Kommandantur hat berichtet, dass das Dnjepr-Bataillon in Nowoajdar die Mitglieder einer Kommission erschossen hat, nachdem sich diese geweigert hatten, ein Wahllokal zu öffnen“. Über die genaue Opferzahl gibt es keine Angaben. Das Dnjepr-Bataillon gehört zur Nationalgarde, die auf Befehl aus Kiew an einem Militäreinsatz gegen Regimegegner in der Ost-Ukraine teilnimmt.

Wie Mitglieder der „Donezker Volksrepublik“ berichten, hat am Montag ukrainisches Militär mit Flugzeugen und Hubschraubern den Internationalen Flughafen von Donezk angegriffen. Gegen Abend hatte die „Volksarmee“ die Kontrolle über den Flughafen wiederhergestellt.