Kurznachrichten

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China und Russland haben vereinbart, in den Bau eines Langstreckenflugzeuges 18 Milliarden Euro zu investieren. Noch in diesem Jahr wird ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Das Flugzeug wird für den A350 von Airbus und die 787 von Boeing Konkurrenz sein.

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Das russische Generalkonsulat in Houston wollte am 8. November die Auszählung im US-Bundesstaat Texas überwachen, so Texas Public Radio (TPR). Das Konsulat hat einen Antrag bei der Bundesregierung in Houston gestellt. Der Staatssekretär von Texas, Carlos Cascos, hat den Antrag abgelehnt.

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Mehr als 80.000 Menschen haben in Moskau am Marsch zum Tag der Volkseinheit teilgenommen, der in Russland jährlich am 4. November gefeiert wird. Der bereits traditionell gewordene Umzug durch das Zentrum Moskaus mit dem Motto „Wir sind eins“ wurde von einem Militär-Blasorchester begleitet. Die Teilnehmer trugen Flaggen von verschiedenen öffentlichen Vereinigungen und den Regionen Russlands.

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In der Schlacht um Mosul haben irakische Elitetruppen nach irakischen Militärangaben sechs Bezirke im Osten der Großstadt eingenommen. Sie hätten die irakische Flagge über Gebäuden gehisst. Der IS habe schwere Verluste erlitten und die IS-Kämpfer seien nun beinahe eingekesselt, erklärte ein Offizier der irakischen Spezialkräfte.

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Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew erklärte, dass Russland bis 2019 deutlich mehr Staatsbetriebe privatisieren als vorgesehen und dadurch rund 14 Milliarden Euro einnehmen könnte. Eine Summe, die dem Haushalt zugutekäme, nachdem Öl-Einnahmen weggebrochen sind.

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Russland wird beim 62. Eurovision Song Contest im Mai 2017 in der Ukraine antreten. Wegen der politischen Spannungen war die Teilnahme bislang ungewiss. Ob die russischen Musiker, die letztendlich für ihr Land antreten werden, in die Ukraine einreisen dürfen, ist aber noch unklar.

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Premier Medwedjew erklärte, dass in diesem Jahr eine Gesamtinflation von 5,5 Prozent erwartet wird, für 2017 hofft er auf vier Prozent. Die Stabilisierung der Inflation auf niedrigem Niveau gibt dem Land zusätzliche Möglichkeiten für die Kreditierung von Investitionsvorhaben russischer Unternehmer.

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Mit viel Prominenz wurde am 4. November, dem „Tag der Volkseinheit“, in Moskau das Denkmal für den Fürsten Wladimir, dem Begründer der Rus eingeweiht. Das Denkmal befindet sich im Stadtzentrum in unmittelbarer Nähe vom Kreml auf dem Borowizker Platz. Neben dem russischen Präsidenten waren der Premier Medwedjew, der Moskauer Bürgermeister Sobjanin und der Kulturminister Medinski anwesend. Der russische Patriarch Kirill weihte das Denkmal ein. Fürst Wladimir war ein herausragender Staatsmann und Militär und der geistige Begründer des russischen Staates. Das Denkmal hat eine Höhe von 17,5 Metern. Schöpfer des Denkmals ist Salawat Scherbakow. Die Kosten für das Denkmal werden mit 100 Mio. Rubel beziffert.

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Die russische Zentralbank rechnet mit der Liquidierung der Hälfte aller Bankfilialen in Russland in den nächsten zehn Jahren. Es werden aber wohl nur die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, die einfache statistische und formale Arbeiten erfüllen, die zukünftig durch den Einsatz moderner Technik erledigt wird. Die Schließung von Filialen wird die Rentabilität der Banken erhöhen und zu Kosteneinsparungen führen. Als Alternative bietet sich das rasant entwickelnde Internet-Banking in Russland an.

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Die russische Zentralbank informiert, dass es Anzeichen dafür gibt, dass drei russische Kreditorganisationen Aktiva aus dem Bankeneigentum herausgelöst haben. Es handelt sich hierbei um die PromRegionBank, die MosTransBank und die Bank „Kredit Moskwa“. Informationen über „zweifelhafte Finanzoperationen“ wurden den zuständigen Organen der Rechtspflege übergeben.

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Russland plant die bereits seit sowjetischen Zeiten vorhanden Spezial-Eisenbahnzüge mit Interkontinental-Atom-Raketen zu aktivieren. Es geht darum, das als Projekt „Bargusin“ bekannte atomare Potential wieder in die Bewaffnung der russischen Armee aufzunehmen. Bis Ende 2016 sollen die ersten Tests der neuen Atomraketen stattfinden.

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Die russische Zentralbank hat die erste Mikro-Finanzorganisation in Russland zugelassen. Die neue Finanzorganisation kann nun Obligationen herausgeben und von der Bevölkerung Einlagen in einer Höhe von mindestens 1,5 Mio. Rubel entgegennehmen. Weiterhin kann sie Antragstellern Kredite in einer Höhe bis zu einer Million Rubel gewähren. Der Unterschied zur vorherigen Organisationsform besteht darin, dass man nur Kredite bis zu einer Höhe von 500.000 Rubel ausreichen durfte und Geldeinlagen nur von Bürgern annehmen durfte, die auch zu den Mitgesellschaftern gehörten.  Den Status einer Mikro-Finanzfirma können Organisationen erhalten, die über ein Eigenkapital von mindestens 70 Millionen Rubel verfügen.

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Moskauer Behörden haben dazu aufgerufen, die Schließung des Office von Amnesty International nicht zu politisieren. Es handele sich hierbei um einen ganz normalen rechtskonformen Vorgang, denn der Pachtvertrag für die genannten Räumlichkeiten wurde im Jahre 2015 beendet. Die Kündigung des Pachtvertrages erfolgte, nachdem die Organisation über einen längeren Zeitraum die Pacht nicht bezahlt hatte. Über die Kündigung des Pachtvertrages wurde die Organisation mit dreimonatiger Räumungsfrist informiert. Die Organisation ignorierte die Zahlungsaufforderung und somit trat die Kündigung des Vertrages in Kraft. Entsprechende Eintragungen in das Grundbuchamt erfolgten. Die Pachtschulden beliefen sich zum Zeitpunkt der Kündigung im Jahre 2015 auf 460.000 Rubel. Der Leiter des Moskauers Büros von Amnesty International sagte dagegen, dass ein Buchabgleich stattgefunden habe und dieser zeige, dass die Organisation gegenwärtig keine Pachtschulden habe.

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Die größte Bank Russlands, die Sberbank, hat mit der Ausgabe der neuen russischen Kreditkarten „МИР“ (MIR) begonnen. Diese neue Karte soll die Karten „Mastercard“ und „Visa“ ablösen. Die Karte kann überall in der Russischen Föderation für die Bezahlung von Waren und Dienstleistungen eingesetzt werden. Inhaber der Kreditkarte haben auch Zugriff auf Internetbanking und erhalten den bekannten SMS-Service. Die Karte „МИР“ ist einerseits Konkurrenz zu bestehenden Kartensystemen, wird aber auch mit den Systemen MasterCard, JCB, American Express zusammenarbeiten. Die Notwendigkeit eines eigenen elektronischen Zahlsystems entstand durch die von den USA und anderen Staaten im Jahre 2014 verhängten Sanktionen gegen ausgewählte russische Finanzdienstleister.

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(Hanns-Martin Wietek/russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.