Kurznachrichten

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Die russische Gazprombank und die argentinische Banco de la Nacion haben ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Banco de la Nacion gewährt Kredite für mittelständische und Kleinunternehmen, unterstützt argentinische Konzerne auf dem Außenmarkt und kreditiert auch Privatbürger. Die Bank hat landesweit 627 Filialen sowie 13 Filialen und zwei Vertretungen im Ausland.

Russische Unternehmen können die eigene Urangewinnung ab 2020 aktivieren, sollten sich die geopolitischen Risiken zuspitzen. Das teilte die zum Staatskonzern Rosatom gehörende Uranholding Atomredmetzoloto (ARMZ) am Mittwoch in Moskau mit.
„Die Rohstoffbasis der russischen Atombranche reicht aus, um reibungslose Uranlieferungen über 60 Jahren zu sichern“, wurde ARMZ-Generaldirektor Wladimir Werchowzew in der Mitteilung zitiert.

Der russische Mischkonzern AFK Sistema wird keine Berufung gegen die Gerichtsentscheidung einlegen, 71,6 Prozent der Aktien der Ölfirma Baschneft aus seinem Besitz zu verstaatlichen. Das teilte AFK Sistema am Mittwoch in Moskau mit.
Das Moskauer Schiedsgericht hatte am 30. Oktober auf einen Antrag der Generalstaatsanwaltschaft hin beschlossen, dass AFK Sistema und ihre Tochter Sistema-Invest dieses Aktienpaket dem Staat zurückgeben sollen.

Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat neue Patrouillenflüge der russischen Langstreckenflugzeuge angekündigt.
Der Plan der Kampfausbildung sähe Flüge von Fernfliegerkräften entlang der russischen Grenzen sowie über dem Nordpolarmeer vor, sagte Schoigu am Mittwoch in einer Beratung des Verteidigungsministeriums in Moskau. „Unter den gegenwärtigen Umständen sind wir gezwungen, im westlichen Atlantik, im östlichen Pazifik, in der Karibik und im Golf von Mexiko militärisch präsent zu sein.“

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat in Genf Beweise für den Einsatz von Mehrfachraketenwerfern durch die Kiewer Armee im Osten der Ukraine vorgelegt. Das wurde in Genf am Mittwoch offiziell mitgeteilt.

Eine Verlegung von Militärtechnik Russlands in die Ostukraine ist dem Nato-Befehlshaber in Europa, Philip Breedlove, zufolge in den letzten Tagen beobachtet worden.

Das Verteidigungsministerium in Moskau hat den Vorwurf der Nato, russisches Militär sei in die Ukraine interveniert, als falsch zurückgewiesen. Der NATO-Oberkommandierende in Europa, US-Generals Philip Breedlove, hatte am Mittwoch behauptet, dass eine russische Panzerkolonne in den vergangenen beiden Tagen in die Ost-Ukraine einmarschiert sei. „Wir achten schon gar nicht mehr auf die haltlosen Äußerungen des General Philip Breedlove, über von ihm ‚beobachtete‘ russische Militärkolonnen, die angeblich in die Ukraine intervenieren.“

Mit 82 US-Dollar ist der Preis für die Ölsorte Brent auf einen neuen Tiefstand gepurzelt. Das bedeutet einen Preisrückgang für russisches Urals-Öl auf unter 80 US-Dollar, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

Die Ukraine hat laut Energieminister Juri Prodan einen Kohlevorrat von etwa 1,7 Millionen Tonnen. Dies genüge nicht, um durch den Winter zu kommen. Deshalb habe Kiew nach der Absage der Kohlelieferungen aus Südafrika die beiden Varianten, die Kohle bei Russland  oder beim Donbass zu kaufen.
Die von Kiew abtrünnige „Donezker Volksrepublik“ (DVR), die weite Teile der Bergbauindustrie-Region Donbass kontrolliert, weigert sich, Kohle an die Ukraine liefern, solange die Kampfhandlungen nicht beendet sind.

Der Abtransport der Bruchstücke der in der Ost-Ukraine abgestützten malaysischen Verkehrsmaschine ist im letzten Moment über ein bürokratisches Problem gestolpert. Die niederländischen Bergungsleute weigern sich, das entsprechende Protokoll zu unterzeichnen, weil dort die nicht anerkannte „Donezker Volksrepublik“ (DVR) erwähnt ist.

Die Kontrolle über die ukrainischen „friedensstiftenden“ Kampfeinheiten spielt eine wichtige Rolle bei den Koalitionsverhandlungen in der Ukraine, schreibt die Zeitung „RBC Daily“ am Mittwoch. Verteidigungsminister Stepan Poltorak sagte in einem Interview für den Fernsehsender ICTV, dass die Freiwilligen-Bataillone, die unter dem Kommando des Innenministeriums und der Nationalgarde stehen, „reformiert und neu unterstellt werden“ sollten.

Nach den Wahlen in den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk erwägt die EU eine Verschärfung der Russland-Sanktionen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Mittwoch. Brüssel betrachtet diese Wahlen als Verstoß gegen die Minsker Vereinbarungen zur Lösung des Konflikts. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte indes, dass neue Wirtschaftssanktionen eher unwahrscheinlich seien.

Mit Material von RIA-Novosti