Kurznachrichten

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Russlands größter privater Ölkonzern LUKoil und die irakische Regierung erwägen die Gründung eines Joint Ventures, das sich auf die geologische Erkundung spezialisieren soll. Das teilte LUKoil-Chef Wagit Alekperow am Mittwoch in Wien nach einem Treffen mit Iraks Ölminister Abdel Karim al-Luaibi mit.

Norwegen hat entgegen ukrainischen Medienberichten keine Pläne, alle politischen Kontakte zu Russland einzufrieren. „Worte von Regierungschefin Erna Solberg wurden nicht exakt übersetzt“, berichtete der TV- und Radiosender NRK am Mittwoch unter Berufung auf einen Vertreter des Apparates der Regierung in Oslo.

Die Entscheidung Frankreichs, die Auslieferung von Hubschrauberträgern der Mistral-Klasse an Russland auszusetzen, ist ein Problem von Paris, sagte der Außenminister Lawrow am Mittwoch in Sotschi an der Schwarzmeerküste. „Moskau ist durch einen Vertrag geschützt. Ich will die Sache nicht weiter kommentieren. Das sind Probleme Frankreichs, wir haben keine“.

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) kontrolliert die Hälfte der Heroin-Lieferungen von Afghanistan nach Europa und erzielt dadurch immens hohe Einnahmen, wie die russische staatliche Drogenkontrolle (FSKN) am Mittwoch mitteilt.

Der russische Pipelinebetreiber Transneft wird die Entscheidung eines ukrainischen Gerichts anfechten, Teile von zwei Pipelines für den Transport von Ölprodukten zu nationalisieren. Das teilte Konzernsprecher Igor Djomin am Mittwoch in Moskau mit. Zuvor hatte das Berufungsgericht der Stadt Rowno die Rechtmäßigkeit der Entscheidung bekräftigt, 1400 Kilometer der Leitungen Samara-Westen und Grosny-Armawir-Trudowaja zu nationalisieren, teilte die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine am Mittwoch mit. Über eine dieser Pipelines wird Dieselkraftstoff aus Russland nach Europa gepumpt.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier will trotz der Ukraine-Krise am Dialog mit Russland festhalten. „Das Verhältnis zu Russland wird sicherlich neu vermessen werden müssen“, sagte Steinmeier am Mittwoch in der Haushaltsdebatte des Bundestags nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa.

Russland wird Syrien bei der Gewährleistung seiner Kampffähigkeit und im Kampf gegen den Terrorismus auch weiterhin Hilfe erweisen. Das kündigte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in Sotschi an der Schwarzmeerküste an.

In Russland bestehen keine Risiken für ausländische Investoren, wie der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew am Mittwoch erneut bekräftigt hat. „In Frage kommen weder eine Nationalisierung noch sonstige Risiken für die Aktiva ausländischer Investoren“, sagte Uljukajew am Mittwoch bei einem Treffen mit deutschen und russischen Medienvertretern. „Mir scheint, ein Huhn schlachten, das goldene Eier legt, kann nur ein Wahnsinniger. … Diese merkwürdigen Gerüchte sind für mich unerklärlich“.

Frankreich wird Russland bis zu drei Milliarden Euro Entschädigung zahlen müssen, wenn es die Lieferung der beiden Kriegsschiffe der Mistral-Klasse verweigert, wie von der Zeitung „Parisien“ befragte Experten einschätzen.

Zwei Tage vor dem OPEC-Gipfel  in Wien hat es Russland nicht geschafft, Saudi-Arabien wenigstens zu einer symbolischen Senkung der Förderquote zu bewegen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Mittwoch.

Die Ukraine kann nicht damit rechnen , von der Nato beim Konflikt im Donezbecken unterstützt zu werden, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

Der für die nächsten drei Jahre geplante Staatshaushalt Russlands, der unter anderem den Krim-Beitritt sowie mögliche Folgen der westlichen Sanktionen und des vor kurzem durchgeführten „steuerlichen Manövers“ berücksichtigt, sieht ein Defizit des Bruttoinlandsprodukts von 0,6 Prozent vor.

Russlands Wirtschaft wird im kommenden Jahr angesichts der sinkenden Ölpreise und der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums eine Billion Rubel verlieren, so Finanzminister Anton Siluanow. „Das größte Risiko ist der Ölpreis“, sagte er am Mittwoch im Föderationsrat (Oberhaus). „Sollte die heutige Situation mit dem Rubel-Kurs und dem Ölpreis weiterbestehen, werden wir im nächsten Jahr rund 500 Milliarden Rubel weniger Einnahmen bekommen. … Weitere Risiken liegen im Wachstumstempo der Wirtschaft. … Wir haben ein Wachstum von 1,2 Prozent des BIP vorgesehen, wahrscheinlich wird aber das Wachstum bei Null liegen. Diese Risiken könnten laut unseren Schätzungen weitere rund 500 Milliarden Rubel betragen. Der aktuelle Kurs des Euro liegt bei 58 Rubel.

Die russische Regierung erwägt keine Nationalisierung von Aktiva europäischer bzw. amerikanischer Unternehmen in Russland als eine Erwiderung der Sanktionen des Westens, so Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew.

Mit Material von RIA Novosti