Kurznachrichten

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Der frühere russische Biathlon-Trainer Wolfgang Pichler: „Wenn das alles so stimmt, wie es gesagt worden ist, dann müssten die Russen eine Olympia-Pause machen und ausgeschlossen werden. Da trifft es natürlich auch Unschuldige, aber alles andere wäre sinnlos“, sagte Pichler der dpa. Dann hätten „die Russen Zeit zum Nachdenken. Und dann können wir weitersehen und neu anfangen.“ Pichler war von 2011 bis 2013 Chefcoach der russischen Damen.
„Ich glaube und sage heute noch, dass mein Team sauber war“, sagte der Anti-Doping-Kämpfer Pichler. „Der Athlet kann nur seine Probe abgeben, und was danach geschieht, dafür kann man den Sportler nicht verantwortlich machen. Darum gilt für mich die Unschuldsvermutung, denn es ist ein Unterschied, ob man wissentlich dopt. … Ich lege aber auch für niemanden die Hand ins Feuer.“

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Die russische Regierung hat das Jahr 2017 zum Umweltjahr ausgerufen. Nikolaj Gudkow, Sprecher des russischen Umweltministeriums, erklärt, der Staat habe dafür umgerechnet rund 3,5 Milliarden Euro bereitgestellt. Das Geld fließe in die Umwelterziehung, es würden Betriebe gefördert, die auf umweltfreundliche Technologien umsteigen und 11 neue Naturschutzgebiete sollen entstehen. Der Baikalsee in Sibirien, der weltweit größten Süßwassersee und Welterbe der UNESCO sei ein Schwerpunkt in diesem Programm, laut Ministeriumssprecher Gudkow.

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Die vor wenigen Tagen ausgerufene Waffenruhe in Syrien ist in Gefahr, nachdem sich syrische Einheiten immer öfter Gefechte liefern. Die Extremisten waren von der Waffenruhe zwar ausgeschlossen, aber immer öfter melden auch „gemäßigte Rebellen“ Gefechte mit den Regierungstruppen. Mehrere Rebellengruppen haben die Vorgespräche für die Friedensverhandlungen in Astana eingefroren.

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Aufgrund der angekündigten Förderungskürzungen ist der Ölpreis auf ca. 55 US$ per Barrel gestiegen.

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Der weißrussische Energieversorger Belorusneft hat im vergangenen Dezember in Weißrussland ein Ölfeld mit geschätzten Reserven von 1,69 Millionen Tonnen Kohlenwasserstoffe entdeckt. Eine Explorationsbohrung habe eine Tagesleistung von 39,5 Tonnen aufgewiesen, hieß es. Das in großer Tiefe lagernde Öl gilt als schwer ausbringbar. Aber ein extrem hoher Druck im Flöz soll die Förderung erleichtern.

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Laut dem Generaldirektor des Russischen Rats für Internationale Angelegenheiten, Andrej Kortunow, sieht der Friedensplan Russlands, der Türkei und des Iran für Syrien eine Aufteilung des Landes in Einflusszonen der Regionalmächte vor.
Demnach bliebe Präsident Assad noch für einige Jahre im Amt. Die syrischen Regionen würden innerhalb einer föderalen Struktur unter Kontrolle von Assads Alawiten eine gewisse Autonomie bekommen. Der Plan müsste sowohl von Assad und den Rebellen als auch letztendlich von den Golfstaaten und den USA gebilligt werden.

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Marine Le Pen, die Vorsitzende der französischen »Front National«, hat das Referendum über den Beitritt der Schwarzmeer-Halbinsel Krim zur Russischen Föderation legitim genannt. „Die Krim-Bewohner haben entschieden, sich Russland anzuschließen. Ich sehe keinen Grund, die Ergebnisse des Referendums anzuzweifeln“, erklärte Le Pen am Dienstag in Paris.

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»The National Interest«, eine US-amerikanische zweimonatlich erscheinende Fachzeitschrift zum Thema Internationale Beziehungen, schreibt, das Handeln von Barack Obama in den letzten Tagen seiner Präsidentschaft habe nicht so sehr den Schutz der Interessen des Landes vor Augen, sondern sei viel mehr darauf gerichtet, seinem Amtsnachfolger Donald Trump das Leben zu erschweren.

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Am 2. Januar fand in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ein Fackelzug des »Rechten Sektors« und Gleichgesinnter zu Ehren des 108. Todestages des Kriegsverbrechers und Nazikollaborateurs Stephan Bandera statt.
Bandera war Mitbegründer der OUN (Organisation Ukrainischer Nationalisten), aus der 1942 die UPA (Ukrainische Aufstandsarmee) hervorging. Bandera arbeitete mit den Nazis zusammen und war im Jahr 1943 an den Massakern von zigtausend Juden in der Westukraine maßgeblich beteiligt. Noch vor dem Einmarsch der Wehrmacht 1941 richtete er mit seiner Organisation ein Massaker in Lemberg an, dem ca. 7.000 Juden und Kommunisten zum Opfer fielen.
https://www.youtube.com/watch?v=7aSlYIfxn6o

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(Hanns-Martin Wietek/russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.