Krimtataren wollen nicht zur Ukraine

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Igor Barinow, der Chef der Russischen Föderalen Agentur für Nationale Angelegenheiten, erklärte am Dienstag, dass 46 Prozent der Krimtataren sich gegen eine Rückkehr zur Ukraine ausgesprochen haben, wohingegen gerade einmal 17 % ihre Hoffnung auf Kiew setzen.

„In den 23 Jahren, in denen die Halbinsel zur Ukraine gehörte, ist keines der Probleme der ethischen Minderheiten – der Krimtataren, der Armenier und der Griechen – gelöst worden. Russland hingegen hat eine Menge getan“, stellte Barinow fest. Er betonte, dass die Gesetzgebung zur Rehabilitierung unterdrückter Völker abgeschlossen sei.

Die Krimtatarische Sprache ist eine der drei Staatssprachen auf der Krim und Eid al-Fitr (Fastenbrechen) wurde zu einem Feiertag in der ganzen Republik. Moscheen und Häuser würden gebaut und Gegenstände des kulturellen Erbes würden renoviert, wie zum Beispiel der Khan Palast in Bachtschisaraj.

Laut Barinow haben 2014, als das Referendum über die Rückkehr zu Russland stattfand, nur 17 % der Krimtataren für eine Vereinigung mit Russland gestimmt, weil sie Angst davor hatten. Heute habe sich die Situation geändert: 46 % wollen bei Russland bleiben und nur 17 % wollen zur Ukraine.

„Ich glaube bestimmt, dass die Energieblockade der Krim und die vereitelten Terroranschläge die Krimtataren vom offiziellen Kiew und von den Meilisführern (Führung der Krimtataren) entfremdet haben. Vor allen Dingen auch, weil der Premierminister der Republik Krim, Sergej Aksionow, für die Krimtataren einer der populärsten regionalen Führer und Präsident Putin der populärste nationale Politiker ist.
(hmw/russland.ru)