Kreml will katalanisches Unabhängigkeitsreferendum nicht kommentieren

Foto: TV-Screenshot
image_pdfimage_print

Russland bleibt bei seiner Haltung, dass das katalanische Referendum eine innere Angelegenheit Spaniens ist, sagte der Sprecher des russischen Präsidenten während einer Pressekonferenz am heutigen Montag.

Dmitry Peskow verzichtete daher auf eine Stellungnahme zu dem Verhalten der Polizei in Katalonien am Abstimmungstag und sagte lediglich, dass auch „Moskau es für unangemessen hält, wenn jemand die Arbeitsmethoden der russischen Sicherheitsorgane kommentiert“.

Am Sonntag hielt Katalonien ein Referendum über den Austritt aus Spanien ab. Insgesamt 90 Prozent der Wähler, das entspricht mehr als zwei Millionen Menschen, stimmten mit „Ja“ zur Unabhängigkeit Kataloniens. Die Volksabstimmung fand in einer äußerst angespannten Atmosphäre statt. Nationale Polizeikräfte versuchten die Stimmabgabe zu stoppen, indem sie begannen, Stimmzettel und Wahlurnen sicherzustellen.

Die katalanischen Behörden hatten ursprünglich geplant, etwa 2.300 Wahllokale zu eröffnen, von denen etwa 300 durch die Einsatzkräfte aus Madrid wieder geschlossen wurden. Nach Angaben der katalanischen Behörden gab es bei den Zusammenstößen 844 Verletzte. Das spanische Innenministerium gab an, dass bei den Zusammenstößen 13 Sicherheitskräfte in Mitleidenschaft gezogen worden seien.

[mb/russland.NEWS]

 

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.