Konfrontation auf Krim – drei Tote – Parlament besetzt

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Drei Menschen sind am Mittwoch bei den Zusammenstößen während der Massenkundgebungen vor dem Parlamentsgebäude in Simferopol auf der ukrainischen Halbinsel Krim ums Leben gekommen.

Vor dem Obersten Rat versammelten sich an die 20.000 Menschen. Die russischsprachigen Einwohner protestierten gegen den Staatsstreich in der Ukraine. Vertreter der Krim-Tataren unterstützten die Opposition in Kiew. Die Auseinandersetzung wuchs in eine Prügelei und ein Gedränge über. 30 Menschen wurden verletzt.

Parlament besetzt
Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag die Gebäude des Parlaments und des Ministerrates der Krim besetzt, teilte ein Sprecher des Pressedienstes des Obersten Rates der Krim RIA Novosti telefonisch mit.

„Wir sind heute früh zur Arbeit erschienen, können aber nicht ins Parlamentsgebäude hinein: Das Gebäude ist von der Polizei umstellt“, sagte er. „Uns wurde gesagt, dass das Gebäude besetzt wurde und dass heute nicht gearbeitet wird. Die gleiche Situation ist im Ministerrat der Krim.“

Eine Mitarbeiterin des Ministerrates teilte RIA Novosti telefonisch mit, dass der heutige Donnerstag zu einem arbeitsfreien Tag erklärt wurde.

„Unser Wachposten hat heute früh alle Mitarbeiter unserer Abteilung angerufen und gesagt, dass man wegen der Hausbesetzung  nicht zur Arbeit kommen brauche“, sagte sie.

Wie RIA Novosti erfuhr, bezeichnen sich die Einheiten, die die Gebäude besetzt haben, als Kräfte der Selbstverteidigung der russischsprachigen Bevölkerung.

Auf dem Territorium der Halbinsel bilden sich Selbstverteidigungseinheiten der russischsprachigen Bevölkerung, die sich nach Simferopol, dem Verwaltungszentrum der Autonomie, begeben.

Die ukrainischen Flaggen über den beiden Verwaltungsgebäuden wurden durch russische Flaggen ersetzt.

Das Viertel ist abgeriegelt, den Gebäuden kann man sich bis höchstens 150 Meter nähern.

[Mit Material von Stimme Russlands und RIA]