Kohle und Stahl: Licht in Sicht

Roheisenabstich Třinecké-železárny
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Die russische Kohle- und Stahlindustrie sieht Licht am Ende des Tunnels. Die Kombination aus Rubelabwertung und einem absehbar schrumpfenden Angebot am Markt — ausgelöst durch Kapazitätssenkungen nordamerikanischer und chinesischer Hersteller — erlaubt den russischen Produzenten einen im Vergleich zu den Vorjahren entspannten Ausblick ins neue Jahr.

Wie die Moskauer Zeitung Wedemosti berichtet, raten Analysten bei Bergbau- und Stahltiteln zwar noch zur Zurückhaltung, empfehlen jedoch Norilsk Nickel und Rusal.

Die seit 2013 andauernde Krise in der Kohleindustrie hat im zu Ende gehenden Jahr ihren Höhepunkt erreicht. Preise für Kesselkohle sind 2014 um 29 Prozent auf 66 US-Dollar je Tonne gefallen, Kokskohle um 20 Prozent auf 119 Dollar/to. Der Umsatz des sibirischen Kohleproduzenten Raspadskaja sank im ersten Halbjahr 2014 um 19 Prozent auf 244 Mio Dollar. Die Marktlage hat auch die finanzielle Restrukturierung des angeschlagenen Metschel-Konzerns erschwert. Seit 2013 kämpft Metschel um die Umschuldung von Milliarden Dollar (s. DRWN).

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