Kein Alkohol, keine Zigaretten, keine Schimpfwörter, kein Konsumzwang

Petersburger „Anticafes“ im Test

[Von Kerstin Strey] Im „Anticafé“ zahlt der Besucher weder für Tee noch für Kaffee. Stattdessen gibt es einen Preis pro Minute. In Sankt Petersburg existieren mittlerweile über 20 dieser ungewöhnlichen Cafés.

Entwickelt hat sich das Phänomen in Russland, seine Vorläufer waren jedoch Orte für Hipster in Los Angeles in den USA. An diesen Orten verbrachten junge Leute ihre Zeit, unterhielten sich, musizierten, aßen zusammen und hinterließen beim verlassen dafür eine Spende; jeder gemäß seinem Budget. Der St. Petersburger Herold hat eine Reihe von Anticafés getestet.

2011 beschlossen fünf Moskauer Studenten diese Idee in ähnlicher Form in Moskau zu realisieren. Sie wollten einen Ort schaffen, an dem man trotz der Hektik der Großstadt in Ruhe einen Kaffee trinken, Freunde treffen, Brettspiele spielen, lesen oder lernen kann – das ganze ohne Konsumzwang und in einer offeneren Atmosphäre als dem klassische französische Café; es sollte ein „Geist der Freiheit“ herrschen.

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