Kaliningrader Landwirtschaft – der Versuch einer Erklärung

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MEINE MEINUNG, … mit deutschem akzent, kommentiert Kaliningrader wirtschaftliche, politische, kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse aus dem Blickwinkel eines Deutschen. Die Rubrik ist der Versuch, mit etwas BLOGGER-Hintergrundwissen dem deutschen Leser die manchmal nicht einfachen Verknüpfungen in der russischen Realität etwas verständlicher zu machen.

Kaliningrader Landwirtschaft – der Versuch einer Erklärung   

Jeden Mittwoch findet in Kaliningrad der „Trefftisch Deutschsprachiger“ statt. Und während wir, die sich beim „Zötler“ versammelt hatten, uns die Würstchen aus Deutschland, Bier aus Deutschland, Sauerkraut aus … schmecken ließen, kam mal wieder das Thema „Landwirtschaft in Kaliningrad“ als Thema für deutsche Aufgeregtheit und Unverständnis auf.

Es wurden die üblichen Stereotype bemüht – alles liegt brach, keiner macht was, die Russen haben keine Ahnung von Landwirtschaft und so weiter. Und da diese Diskussionen sehr häufig durch Ausländer geführt werden, ohne dass diese die wirklichen Ursachen und Gründe für den bedauerlichen Ist-Zustand kennen, dachte ich mir, dass es vielleicht einen Versuch wert ist, die Kaliningrader Situation in der Landwirtschaft zu erklären. Und wenn man die Ursachen kennt, warum der Zustand der Kaliningrader Landwirtschaft so ist, wie er eben ist, dann findet man vielleicht auch einen Ausweg oder zumindest die Diskussionen werden mit etwas mehr Verständnis für die Situation geführt.

Zu deutschen Zeiten, also bis 1945, war Ostpreußen die Kornkammer Deutschlands. Alles blühte und gedieh, die Melioration war durchdacht und organisiert, die Bauern erfahren – also im Wesentlichen alles perfekt. Und alles was geerntet wurde fand in Deutschland eine Verwendung und vielleicht wurde auch ein Überschuss in andere Länder exportiert.

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