Kaliningrad und seine Polit-Kultur

[Kommentar von Uwe Niemeier] Vor wenigen Tagen saß ich mit einem Deutschen zusammen am heimischen, noch ungeheizten Kamin und wir schwatzten ein wenig über das alltägliche Leben in Kaliningrad. Im Gespräch brachte ich meine langsam wachsenden Zweifel zum Ausdruck, ob das politische Tagesgeschehen hier in Kaliningrad für Deutsche überhaupt interessant ist, ob es sich überhaupt lohnt auf unserem Informationsportal darüber zu berichten.

Viele verstehen schon die ganz allgemeinen Probleme in Russland nicht, geschweige denn die Feinheiten der provinziellen Politik in dieser kleinsten westlichsten Provinz Russlands. Und eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich mit dem politischen Kindergarten, wie er zurzeit in Kaliningrad organisiert wird, nicht mehr zu beschäftigen. Aber leider ist es so, dass, wenn man über die wirtschaftliche Zukunft einer Region sprechen will, man an der Politik nicht vorbeikommt – denn in Russland bestimmt nun mal die Politik in erster Linie … zumindest ist dies mein jetziger Eindruck.

Auf keinen Fall will ich dem noch zu schreibenden „Jahresabschlussartikel“ vorgreifen, aber das Jahr 2013 ist, rein wirtschaftlich gesehen, das langweiligste Jahr in meinem Erinnerungsvermögen. Es läuft überhaupt nichts. Und politisch leben wir nur von Skandalen und Gelber Presse und es passiert nichts, überhaupt nichts. Woran liegt´s? Vielleicht an den Olympischen Winterspielen in Sotchi? Darauf konzentriert sich jetzt alles und alles andere ist Nebensache – oder? Nun, wenn dem so ist, dann erwartet uns vielleicht nach dem 23. Februar 2014 eine interessante Zeit in Russland.

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